Detlef Schrempf kritisiert NBA: "Die Spieler haben keine Loyalität mehr"
Detlef Schrempf hat die sinkende Vereinstreue in der NBA kritisiert. Der ehemalige deutsche NBA-Star sieht die hohen Gehälter und häufigen Spielerwechsel als Grund für den Verlust von Identifikationsfiguren in der Liga.
30.09.2026 | 08:49 Uhr
Der frühere All-Star vermisst langfristige Bindungen zwischen Spielern und Klubs. Gleichzeitig lobt Schrempf die positive Entwicklung des Basketballs in Deutschland.
Der ehemalige NBA-Star Detlef Schrempf hat fehlende Vereinstreue in der besten Basketball-Liga der Welt bemängelt. "Die NBA hat sich da verändert. Die Beziehungen der Spieler zu ihren Klubs sind nicht mehr so eng wie früher. Die Gehälter sind einfach so hoch. Es geht nur noch um das Geld und die Salary Cap. Die Spieler haben keine Loyalität mehr", sagte Schrempf der Sport Bild.
Nur noch wenige Nowitzkis in der NBA
Es gebe sehr wenige Mannschaften, die ihre Spieler beisammenhalten. "Dirk Nowitzki spielte die gesamte Karriere bei Dallas. Das gibt es gar nicht mehr, und das ist ein bisschen schade", sagte Schrempf. "Als Fan willst du wenigstens drei, vier Spieler, die immer da sind, unterstützen. Das sind die Gesichter der Mannschaft. Stattdessen ändert sich das jetzt jedes Jahr."
Der gebürtige Leverkusener Schrempf spielte zwischen 1985 und 2001 für vier Franchises in der NBA. Die Entwicklung des Basketballs in der alten Heimat Deutschland sieht der 63-Jährige positiv. "Du brauchst gute Trainer, gute Rahmenbedingungen wie eine Halle und Trainingszeiten. Da ist in den vergangenen 20 Jahren viel in Deutschland getan worden. Die guten Spieler haben mehr Optionen, um zu trainieren und körperlich besser zu werden", sagte Schrempf.
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