Rätsel um Disqualifikation von Pawel Wasek
Nach dem Fund von verbotenem Wachs auf den Sprungski von Pawel Wasek herrscht bei der Vierschanzentournee Rätselraten im polnischen Team.
04.01.2026 | 09:47 Uhr
"Wir sind genauso überrascht, weil wir solche Wachse definitiv nicht besitzen, und das schon seit sehr langer Zeit", sagte Cheftrainer Maciej Maciusiak.
Wasek war am Samstag in Innsbruck disqualifiziert worden, weil auf seinen Ski Reste von Fluor-Wachs entdeckt worden waren.
"Das sind keine Spurenmengen. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass die Ski mit Fluor gewachst wurden", sagte Maciusiak gegenüber polnischen Medien. Fluor ist seit mehr als zwei Jahren aus Umwelt- und Gesundheitsgründen bei FIS-Wettbewerben verboten, war bislang jedoch eher im Langlauf oder bei den Alpinen angewendet worden. Im Skispringen ist dies der erste Fall.
Nicht die erste Disqualifikation
Auch Wasek beteuert seine Unschuld. Der 26-Jährige hatte am Samstag in der Qualifikation für das Bergiselspringen zunächst den 36. Platz belegt. Wenig später folgte aber die Disqualifikation.
Bei der laufenden Tournee war es mehrfach zu Disqualifikationen gekommen. Prominentester Fall ist Timi Zajc, dessen Anzug sowohl in Oberstdorf als auch Garmisch-Partenkirchen nicht den Vorschriften entsprach. Als Folge wurde der Slowene, der in Oberstdorf zunächst den zweiten Platz belegt hatte, für den Rest der Tournee gesperrt.
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