Skispringen: Leyhe springt zum ersten Mals aufs Podest
Klimow gewinnt
25.11.2018 | 16:37 Uhr
Nach dem zweiten Platz der DSV-Adler im Team-Wettbewerb nun der nächste Erfolg: Stephan Leyhe schafft es zum ersten Mal auf das Podest.
Skispringer Stephan Leyhe ist mit der ersten Podestplatzierung seiner Karriere in den WM-Winter gestartet. Der Willinger musste sich im polnischen Wisla einzig Jewgeni Klimow geschlagen geben, der als erster Russe der Geschichte einen Weltcup gewann. Dritter wurde Ryoyu Kobayashi aus Japan.
Leyhe macht vier Plätze gut
"Was soll ich sagen? Jeder Skispringer liebäugelt damit, einmal auf dem Podest zu stehen. Das ist heute das erste Mal aufgegangen. Ich freue mich riesig", sagte Leyhe in der ARD. Nach dem ersten Durchgang hatte der 26-Jährige noch auf Rang sechs gelegen, katapultierte sich mit einem Traumsprung auf 130,5 m aber noch auf das Podest.
Zweitbester DSV-Adler war Karl Geiger (Oberstdorf) auf Rang neun, Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) zeigte als Elfter aufsteigende Tendenz. "Ich bin mehr als zufrieden. Das war ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung", sagte Wellinger, dem im zweiten Durchgang mit 132,0 m der weiteste Sprung der Konkurrenz gelang.
DSV-Adler mit starker Leistung
Mannschaftlich war das deutsche Team enorm stark: David Siegel (Baiersbronn) schaffte als 13. ebenfalls das beste Ergebnis seiner Karriere, Markus Eisenbichler (Siegsdorf) folgte auf Position 15.
Richard Freitag (Aue) blieb dagegen als 22. hinter den Erwartungen zurück. Nicht in den zweiten Durchgang schaffte es aus deutscher Sicht einzig Pius Paschke (Kiefersfelden) auf Rang 39.
Bedingungen machen Topspringern zu schaffen
Mehrere Topspringer wurden ein Opfer der schwierigen Bedingungen: Michael Hayböck verpasste ebenso wie Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer (beide Österreich) und Simon Ammann (Schweiz) den zweiten Durchgang. Noch schlechter erging es Altmeister Noriaki Kasai. Der 46 Jahre alte Japaner war bereits in der Qualifikation gescheitert und auch nicht für das Teamspringen nominiert worden. (sid)