Wie verstärkt sich der BVB nach den Abgängen von Brandt und Adeyemi?

Wie kompensiert Borussia Dortmund die Abgänge von Julian Brandt und Karim Adeyemi? Wie weit ist der BVB beim Pokern um Wunschspieler Konstantinos "Kostas" Karetsas vom KRC Genk? Und wie denken die Spieler über die (noch) fehlenden Transfers?

Gregor Kobel (l.) und Nico Schlotterbeck sind bei Borussia Dortmund zwei absolute Führungsspieler.
Image: Gregor Kobel (l.) und Nico Schlotterbeck sind bei Borussia Dortmund zwei absolute Führungsspieler.  © Imago

Antworten auf diese spannenden Fragen geben Patrick Berger und Jesco von Eichmann im Sky Sport Podcast "Auffe Süd".

Die Vorbereitung läuft bei Borussia Dortmund - und viele Fans fragen sich: Wo bleiben denn die Neuzugänge? Mit Justin Lerma, Kaua Prates und Jodao Gadou sind drei neue Spieler bereits da.

Aber Julian Brandt ist weg, der Wechsel von Karim Adeyemi soll am Mittwoch offiziell verkündet werden - da braucht die Offensive noch Unterstützung.

"Wir haben es vor der Bundesligapause schon gesagt: Es wird ein ganz harter Sommer für den BVB und für Ole Book, eine Mannschaft hinzustellen, mit der du angreifen kannst", sagt Jesco von Eichmann im Sky Sport Podcast "Auffe Süd".

Noch kein wirklicher Fortschritt bei Transfers

Einen wirklichen Fortschritt in Sachen Neuzugänge sieht der BVB-Reporter bisher noch nicht, "aber es ist noch lange nicht das Ende des Transferfensters erreicht", räumt von Eichmann ein.

Nachdem die Transfers von Brajan Gruda (RB Leipzig), Nathan De Cat (wechselte zur TSG Hoffenheim) und Kennet Eichhorn (das Talent wechselte von Hertha BSC zu Bayer 04 Leverkusen) aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt haben, "pokert der BVB gerade um Kostas Karetsas", führt Berger aus.

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BVB will Karetsas aus Genk loseisen

Konstantinos "Kostas" Karetsas vom KRC Genk ist und bleibt der absolute Wunschspieler des BVB. Karetsas selbst möchte in die Bundesliga wechseln und ist sich mit den Dortmundern einig. Noch nicht einig ist man sich mit dem bisherigen Arbeitgeber des griechischen Nationalspielers.

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Am vergangenen Wochenende gab es erneute Gespräche, die Dortmunder wollen den Transfer so schnell wie möglich über die Bühne bringen, am besten bis zur Japan-Reise (26. Juli bis 2. August).

"Deshalb werden die BVB-Bosse in dieser Woche nach Belgien reisen und vor Ort Gespräche führen", verrät der Transfer-Experte.

Genk verlange 35 Millionen Euro als fixe Ablöse und träume von einem Gesamtpaket von 40 Millionen, das letzte Dortmunder Angebot lag bei knapp 30 Millionen. "Das klingt für mich nicht so, als würde das einen Deal-Breaker geben", gibt sich Berger zuversichtlich.

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Brandt und Adeyemi hinterlassen Lücke in der Offensive

Doch würde dieser Transfer reichen? Von Eichmann sieht die Notwendigkeit, "einen erfahrenen Offensiven zu holen, um zum Beispiel Julian Brandt zu ersetzen."

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, welche Lücke die Abgänge von Brandt und Adeyemi im Spiel nach vorne hinterlassen: Brandt (11 Tore und 4 Assists) und Adeyemi (10 Treffer und 6 Vorlagen) kamen in der vergangenen Saison auf 31 Torbeteiligungen und waren an mehr als einem Drittel der 91 Dortmunder Pflichtspiel-Treffer beteiligt.

Transfers sind auch ein Thema in der Kabine

Nach dem Abgang des Duos fehle in der Offensive "schon etwas", meint Berger. Dieses Thema werde auch in der Kabine diskutiert.

"Es soll auch ein paar Spieler geben, die in Japan das Gespräch suchen wollen mit Lars Ricken und Ole Book, um vorzufühlen, wohin es eigentlich geht", erklärt Berger.

Führungsspielern wie Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton, Gregor Kobel, Julian Ryerson und Serhou Guirassy sei es enorm wichtig, wie die Mannschaft der Zukunft aussieht.

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"Wir wollen noch ein, zwei, drei gute Transfers machen", hatte Ricken in der vergangenen Woche angekündigt.

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Geschäftsführer Lars Ricken steht den Medienvertretern beim Trainingsauftakt des BVB Rede und Antwort zu den bisherigen Transfers. Mit u.a. Karim Adeyemi und Kjell Wätjen haben den BVB bereits einige Spieler verlassen.

Würde man ein bisschen "Fantasy Football" spielen, hätte von Eichmann eine Idee: Nadiem Amiri. Der Mainzer sei ein spannender und fleißiger Spieler und würde gut zum BVB passen.

BVB-Bosse lassen sich den Druck nicht anmerken

Auf dem realen Transfermarkt haben Sportdirektor Book und Geschäftsführer Ricken noch bis zum Deadline Day am 1. September Zeit, die Mannschaft für die neue Saison zu verstärken.

"Sie haben schon Druck, das merken sie", erklärt Berger, "aber sie geben es nach außen hin nicht wirklich zu."

Sollte der Karetsas-Deal zustande kommen, könnte dieser Transfer die Situation zumindest ein bisschen entspannen.

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