Vasseur reagiert auf Horner-Gerüchte: Ferrari-Teamchef spricht über Belastung und sportliche Krise
Fred Vasseur hat auf die Spekulationen um Christian Horner reagiert. Der Ferrari-Teamchef räumte ein, dass die ständigen Gerüchte und Diskussionen innerhalb und rund um die Scuderia belastend seien.
26.09.2026 | 19:19 Uhr
Neben den Personaldebatten beschäftigt Ferrari aktuell auch die sportliche Entwicklung. Seit der Sommerpause wartet das Team weiter auf ein Podium.
Fred Vasseur hat auf die Ferrari-Gerüchte um Christian Horner reagiert. Der ehemalige Teamchef von Red Bull hatte jüngst gegenüber der Times verraten, dass er von einem Job bei Ferrari träume und damit die Gerüchte um seine Rückkehr in die Formel 1 befeuert. Vasseur fand nun klare Worte zu der Thematik.
"Christian Horner ist schon länger auf Arbeitssuche. Letzten Endes sind die Dinge so, wie sie sind. Es ist nicht einfach, in dieser Atmosphäre zu arbeiten und 25 Mal am Tag die gleichen Fragen beantworten zu müssen - für mich und für jeden im Team. Das nimmt natürlich ein wenig die Ruhe und geht natürlich an die Substanz", sagte der Teamchef der Scuderia am Sky Sport Mikrofon nach dem Rennen in Aserbaidschan.
Unruhige Zeiten bei Ferrari
Sky Sport F1-Experte Timo Glock meinte zu den ständigen Nebengeräuschen um Ferrari: "Wenn man in Rot gekleidet ist, muss man damit leben. Charles Leclerc hat sehr schön erklärt, dass zum Beispiel über eine Situation zwischen ihm und Lewis Hamilton in Monza auch drei Rennen später noch gesprochen wird. Bei anderen Teams wäre das nach einem Rennen abgehakt. Bei Ferrari wird alles noch einmal multipliziert. Das macht das Leben schwer und kostet Energie für Fred Vasseur und die Fahrer."
Auch sportlich läuft es für die Roten seit der Sommerpause unrund. Weder Leclerc noch Hamilton konnten seit Belgien ein Podium einfahren. Aktuell sind Mercedes, Red Bull und auch McLaren schneller unterwegs. Auch in Baku reichte es nur zu den Plätzen vier und sechs. Gerade beim Topspeed ist Ferrari zu langsam.
"Am Chassis kann man ein Upgrade machen und die Pace wiederfinden. Beim Motor ist das wesentlich langwieriger und schwieriger. Nächstes Jahr haben wir sicherlich ein besseres Paket, aber wir müssen jetzt bis zum Ende der Saison überleben mit dem, was wir haben", machte Vasseur wenig Hoffnung auf Besserungen noch in 2026.
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.