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Leclerc holt die Pole in Singapur - Vettel Dritter

GP von Singapur: Qualifying

Sport-Informations-Dienst (SID)

26.09.2019 | 14:13 Uhr

1:29
Charles Leclerc lässt Sebastian Vettel auch bei der Quali zum Großen Preis von Singapur hinter sich (Videolänge: 1:39 Minuten).

Der Stern von Charles Leclerc strahlt auch in der Nacht von Singapur gleißend hell: Der neue Ferrari-Hoffnungsträger sicherte sich mit einer magischen Runde vollkommen überraschend die Pole Position für den Großen Preis von Singapur.

Damit besiegte er auch zum achten (!) Mal in Folge im Qualifying seinen hochdekorierten Teamkollegen Sebastian Vettel.

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Der 32 Jahre alte Heppenheimer durfte bis zum letzten Versuch der Top-Piloten auf dem Marina Bay Street Circuit auf seine zweite Pole der Saison und damit die ideale Ausgangsposition für seinen ersten Sieg nach 23 Rennen ohne Erfolg hoffen. Dann aber wurde er noch vom Monegassen Leclerc sowie Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (England/Mercedes) auf Startplatz drei verdrängt.

Leclerc: "Was für eine Runde"

"Oh mein Gott. Ich habe dreimal in der Runde die Kontrolle verloren. Was für eine Runde", sagte ein vollkommen euphorisierter Leclerc nach seiner fünften Pole Position in dieser Saison und der dritten in Folge: "Ich bin extrem glücklich. Wir sind hierher gekommen und wussten, dass es ein schwieriges Wochenende für uns werden würde. Wir haben aber ein paar neue Teile mitgebracht, die offenbar sehr gut funktionieren."

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Nach der Sommerpause steigt in Belgien am Sonntag das 13. Formel-1-Rennen der Saison. Sky gibt auch bei der Übertragung Vollgas - Fans dürfen sich ab sofort über längere Sendezeiten und mehr F1-Pressekonferenzen im TV freuen.

Vettel reagierte dagegen ziemlich kühl und nüchtern: "Ich habe mich gut gefühlt im Auto. Der letzte Versuch war nicht besonders. Aber es kann ein gutes Rennen für uns werden." Tatsächlich kann es das - und das ist fast schon eine Sensation.

Hamilton lobt Ferrari: "Das war sehr stark"

Denn die kurvige Strecke beim Nachtrennen in der südostasiatischen Wirtschaftsmetropole kommt auf dem Papier deutlich mehr Mercedes und Red Bull entgegen. Ferrari aber brachte unter anderem eine neue Nase mit nach Singapur. Am Freitag im freien Training war der Rückstand auf Hamilton und auch Red-Bull-Ass Max Verstappen, der sich Startplatz vier sicherte, beinahe schon desillusionierend groß aus Sicht der Roten. Über Nacht aber gelang ein gewaltiger Sprung nach vorne.

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Hamilton, der trotz der zuletzt zwei Siege von Leclerc seinen sechsten WM-Titel fest im Visier hat, erkannte die Entwicklung der Scuderia an: "Ich weiß nicht, wo Ferrari heute seine Pace gefunden hat. Das war sehr stark." Er sei "froh, dass ich in der ersten Reihe zwischen den beiden stehe. Ich werde das Rennen aggressiv angehen."

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Doch auch Vettel, der in der Glitzermetropole mit einem eigens angefertigten chromfarbenen Helm fährt, dürfte im Rennen am Sonntag (ab 13 Uhr live auf Sky Sport 1 HD, Rennstart 14.10 Uhr) etwas riskieren: Im Stallduell mit dem elf Jahre jüngeren Leclerc drohen Vettel, der immerhin viermaliger Weltmeister ist, die Felle wegzuschwimmen.

Pole Position in Singapur sehr wertvoll

Die Pole Position in Singapur ist allerdings ähnlich wertvoll wie in Monaco, der Mutter aller Stadtrennen. Zwar begünstigt die rund 5 km lange Strecke entlang der Marina Bay aufgrund ihrer Charakteristik Unfälle und damit Safety-Car-Einsätze, die das Klassement durcheinanderwirbeln können - doch bei bislang elf Auflagen ging der spätere Sieger in der Löwenstadt achtmal von Startplatz eins ins Rennen.

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Etwas zeigen muss auch Nico Hülkenberg. Der Emmericher, dessen Vertrag bei Renault zum Jahresende ausläuft und nicht verlängert wird, sicherte sich - nach der Disqualifikation seines Teamkollegens Daniel Ricciardo - mit Rang acht eine gute Ausgangsposition für das Rennen. Allerdings sind nur noch wenige Cockpits für 2020 frei.

Ricciardo disqualifiziert

Ricciardo wurde nach dem Qualifying disqualifiziert, da aus dem Energierückgewinnungssystem seines Wagens (MGU-K) mehr als die maximal erlaubten 120 Kilowatt flossen.

Die MGU-K ist Teil des Hybrid-Antriebsstrangs, der kinetische Energie in Strom umwandelt. Wegen des von den Stewards festgestellten Verstoßes wurden alle Rundenzeiten von Ricciardo gestrichen.

Der 30-Jährige darf am Rennen am Sonntag teilnehmen. Es steht aber noch nicht fest, ob Ricciardo am Ende des Feldes oder in der Boxengasse starten muss.

Startaufstellung

1. Charles Leclerc (Monaco) Ferrari, 2. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes, 3. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari, 4. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull Honda, 5. Valtteri Bottas (Finnland) Mercedes, 6. Alexander Albon (Thailand) Red Bull Honda, 7. Carlos Sainz jr. (Spanien) McLaren Renault, 8. Nico Hülkenberg (Emmerich) Renault, 9. Lando Norris (Großbritannien) McLaren Renault, 10. Antonio Giovinazzi (Italien) Alfa Romeo Ferrari, 11. Pierre Gasly (Frankreich) Toro Rosso Honda, 12. Kimi Räikkönen (Finnland) Alfa Romeo Ferrari, 13. Kevin Magnussen (Dänemark) Haas Ferrari, 14. Daniil Kwjat (Russland) Toro Rosso Honda, 15. Sergio Perez (Mexiko) Racing Point Mercedes (fünf Plätze zurück wegen unerlaubten Getriebewechsels), 16. Lance Stroll (Kanada) Racing Point Mercedes, 17. Romain Grosjean (Frankreich) Haas Ferrari, 18. George Russell (Großbritannien) Williams Mercedes, 19. Robert Kubica (Polen) Williams Mercedes, 20. Daniel Ricciardo (Australien) Renault (Zeiten nach Disqualifikation gestrichen)

Sky überträgt das Nachtrennen aus Singapur am Sonntag ab 13 Uhr live auf Sky Sport 2.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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