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1. FC Nürnberg News: Sportvorstand Dieter Hecking im Sky Interview

Hecking: "Tolle Aufgabe, wenn man 100 Prozent dahintersteht"

Sky Sport

03.08.2020 | 17:29 Uhr

5:06
1. FC Nürnberg Dieter Heckings erste Schritte als Sportvorstand. (Videolänge: 5:06 Minuten)

Der 1. FC Nürnberg hat einen neuen Sportvorstand. Der ehemalige Trainer Dieter Hecking übernimmt das vakante Amt und bekleidet damit einen ihm bisher unbekannten Posten. Im exklusiven Sky Interview hat der 55-Jährige über die spannende Herausforderung gesprochen.

Club-Sportvorstand Dieter Hecking über...

… die Entscheidung, die Trainerbank hinter sich zu lassen und eine neue Aufgabe zu übernehmen: "Vielleicht gehört die Herausforderung für mich einfach dazu. Aber ich hatte jetzt ausreichend Urlaub und als die Anfrage vom Club vor rund 14 Tagen kam, ging bei mir schon der Denkprozess los. Will man den Job machen und die Trainerbank mit dem Vorstandsposten tauschen? Das war bei mir insgesamt aber ein Prozess, der schon ein bisschen länger andauert und nicht nur aus der Laune herauskam. Ich habe mich intensiv zwei, drei Jahre damit beschäftigt und mich gefragt, ob es wirklich alles ist, bis zum bitteren Ende des Trainer-Daseins weiter zu machen. Oder nochmal versucht, eine andere Weggabelung zu finden und etwas Neues zu machen. Das ist eine tolle Herausforderung, der man sich stellen kann, wenn man zu 100 Prozent dahintersteht. Und dieser Gedanke konnte in den letzten Tagen noch einmal reifen."

… seine geringen Erfahrungen im Management-Bereich: "Ich kann mich ein Stück weit auf meine bisherigen Erfahrungen verlassen. Aber natürlich wird es Aufgaben geben, die für mich absolutes Neuland sind. Das macht es für mich aus. Ich könnte einfach so weitermachen wie bisher, da würde ich sicher auch mit durchs Leben kommen. Ich bin aber jemand, der seine Neugierde entdeckt hat und sich einer neuen Herausforderung stellen möchte. Ich gehe mit sehr viel Respekt und Demut an die Aufgabe heran, kann aber auch ein abgeschlossenes Sport-Management-Studium und eine kaufmännische Ausbildung vorweisen. Ich habe selbst in der Vergangenheit mit ein paar sehr, sehr guten Sportdirektoren zusammengearbeitet. Ob es jetzt Klaus Allofs war, Max Eberl, Jörg Schmadtke oder jetzt auch Jonas Boldt war. Auch Martin Bader, den ich hier in Nürnberg hatte. Ich habe immer tolle Sportdirektoren gehabt, von denen man sich so manches abguckt. Ich war bei vielen Verhandlungsgesprächen mit Spielern dabei und saß auch selbst oft genug auf der anderen Seite. Natürlich wird es Gebiete geben, wo ich auch denke: Oh, das habe ich noch nie gehört, da muss ich mich erst einmal reinarbeiten."

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… die Entscheidungs-Findung auf beiden Seiten: "Es wurde vorher besprochen, wie der zeitliche Ablauf ist. Auch, dass es mehrere Kandidaten gibt und nicht nur Dieter Hecking. Da habe auch ich gesagt: Wenn ihr das ernsthaft wollt, dann müsst ihr mir auch ein wenig Zeit geben. Diese Zeit war mein Urlaub am Gardasee, wo ich für mich entscheiden musste, ob ich das wirklich will. Das war weder eine Hinhalte-Taktik vom Verein, noch von mir. Wir haben immer klar kommuniziert. Der Verein hat mir die Zeit gegeben, ohne ein Geheimnis daraus zu machen, dass noch mit anderen Kandidaten verhandelt wird. Nach meinem Urlaub gab es dann direkt noch ein Gespräch, nach dem der Entschluss bei mir gereift ist. Ich hatte das Gefühl, das könnte eine richtig gute Entscheidung sein. Gestern kam dann der Entschluss, dass ich es werden soll."

… die negative Entwicklung beim 1. FC Nürnberg und den Fast-Abstieg in die 3. Liga: "Als ich noch Trainer in Hamburg war, haben wir vor der Saison auch über Mitkonkurrenten um den Aufstieg gesprochen. Da haben wir alle gesagt, dass der 1. FC Nürnberg sicher dabei ist. Aber daran sieht man, wie eine Saison verlaufen kann, wenn man plötzlich in einen Abstiegsstrudel hineingerät. Obwohl das Potenzial für mehr ausgereicht hätte, als Platz 16. Es gilt zu begutachten, woran das gelegen hat. Da sind für mich die Trainer die den Abstieg verhindert haben auch wichtige Ansprechpartner, die mir gute Eindrücke vermitteln können, was mit der Mannschaft los war. Jetzt gilt es aber auch, den Blick nach vorne zu richten."

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