3. Bundesliga-Spieltag: Alcacer und ein heimliches Topspiel
Die Spotlights des 3. Spieltags
14.09.2018 | 22:26 Uhr
Die Länderspielpause brachte eine erste kleine Zäsur in der noch jungen Bundesligasaison und damit die Möglichkeit, noch einmal den Reset-Knopf zu drücken.
Neue Spieler kamen, ein Spiel zweier Überraschungsteams wird zum Verfolgerduell, Traditionsvereine wie Schalke und Stuttgart wollen endlich den Bock umstoßen.
Sky fasst zusammen, welche Personalien, welche Teams und welche Partien am dritten Spieltag besonders im Fokus stehen.
Die neuen Gesichter
Am Freitagabend richten sich alle Augen auf Paco Alcacer. Der Neuzugang von Borussia Dortmund könnte gegen Eintracht Frankfurt (20:30 Uhr) sein Pflichtspieldebüt geben. Außerdem wartet auch Bruun Larsen auf seine ersten Bundesliga-Minuten. Das Duo könnte der zuletzt harmlosen BVB-Offensive neuen Schwung verleihen.
Auch auf Schalke brennt ein Neuzugang auf seinen ersten Einsatz: Omar Mascarell. Der defensive Mittelfeldspieler hofft nach seinem Muskelfaserriss auf sein Debüt. "Ich fühle mich jetzt perfekt", erklärt der Spanier. Vielleicht kann er bereits gegen Borussia Mönchengladbach (Sa., ab 17:30 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga 1 HD) für mehr Stabilität bei den Knappen sorgen.
Ein ungewohnter Anblick könnte Nuri Sahin im Trikot von Werder Bremen werden. Der Mittelfeldspieler steht nach seinem Last-Minute-Wechsel an die Weser vor seinem ersten Bundesliga-Einsatz für die Grün-Weißen.
Beim SC Freiburg gibt es dagegen auf der Trainerbank ein neues altes Gesicht. Trainer Christian Streich kehrt an die Seitenlinie zurück, nachdem er die ersten beiden Partien wegen eines Bandscheibenvorfalls verpasst hatte.
Das heimliche Topspiel
Wer hätte es gedacht, aber das Highlight des Wochenendes ist die Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Hertha BSC (Sa., ab 15:15 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga 5 HD). Zumindest wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft, verspricht das ein interessantes Duell zu werden.
Als erster Bayern-Verfolger grüßt nämlich der VfL von Tabellenplatz zwei - die Mannschaft, die sich durch die Relegation gerade so in der Liga halten konnte. "Die Tabelle ist jetzt uninteressant", relativiert Trainer Bruno Labbadia, "aber die sechs Punkte sind interessant".
Auch Verfolger Hertha (3. Tabellenplatz) startete mit der vollen Punkteausbeute in die Saison und will gegen die Wölfe nun genau da anknüpfen. "Wir haben schon die Motivation jetzt weiterzumachen", betont Niklas Stark.
Die ungeahnten Kellerkinder
Andere Mannschaften finden sich nach zwei Spieltagen überraschend am Tabellenende wieder. Vizemeister Schalke 04 steht noch ohne Punkt da, ebenso wie Europa-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen. RB Leipzig hat immerhin einen mageren Zähler auf dem Konto.
Ganz bitter lief der Saisonstart für den VfB Stuttgart. Die Schwaben haben in drei Pflichtspielen (inkl. DFB-Pokal) noch keinen einzigen Treffer erzielt und halten in der Tabelle entsprechend die Rote Laterne.
Vor allem die Königsblauen hinken ihren Ambitionen weit hinterher - von einer Krise ist bereits die Rede, Trainer Domenico Tedesco in der Kritik. Matija Nastasic stellt sich jedoch hinter seinen Coach: "Unser Trainer ist zwar noch jung, aber mit seiner Mentalität, Strategie und Philosophie ist er nicht jung. Er ist einer der besten Trainer und gemeinsam mit ihm werden wir aus dieser Situation kommen."
Auch Bayer-Sportdirektor Rudi Völler nimmt seinen Trainer Heiko Herrlich aus der Schusslinie: "Dieses nach zwei Spielen infrage stellen, wie lange er noch Trainer bleibt, ist natürlich absoluter Schwachsinn", sagt Völler bei Sky: "Das ist eine Hysterie, die nicht zu ertragen ist."
Die wichtigsten Aufstellungs-Fragen
Spielt er oder spielt er nicht? James Rodriguez hat die Länderspiele mit Kolumbien sausen lassen, um sich bei Bayern-Trainer Niko Kovac für die Startelf zu empfehlen. Aber hat das gereicht? Sky Reporter Torben Hoffman sieht den offensiven Mittelfeldspieler jedenfalls nicht in der Startelf gegen Bayer Leverkusen (Sa., ab 15:15 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga 2 HD).
Noch düsterer sieht es bei Mario Götze aus. Der 26-Jährige wird auch gegen Eintracht Frankfurt (Fr., 20:30 Uhr) wohl wieder auf der Bank platznehmen müssen. "Wir müssen die Wahrheit sagen. Mario kann zentral spielen, er kann 4-3-3. Er kann dieses System, aber es gibt enorm viele Spieler im Mittelfeld. Er kann auch auf der Neuneinhalb spielen, aber da haben wir Kagawa und Reus", so die klaren Worte von BVB-Trainer Lucien Favre.