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Alte Position, neue Stärke: Julian Weigl spielt beim BVB groß auf

Dortmund muss beim 1. FC Köln ran

Elisabeth Lastovka

23.08.2019 | 23:41 Uhr

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Image: Julian Weigl spielt beim BVB derzeit groß auf. © DPA pa

Julian Weigl und Borussia Dortmund - das war in der vergangenen Saison lange Zeit keine wirkliche Liebesbeziehung. Dennoch scheint es so, als wären auf beiden Seiten wieder Schmetterlinge im Bauch.

Mit dem Start in die neue Saison steht plötzlich Julian Weigl wieder in der Stammelf der Borussia - allerdings nicht als Innenverteidiger wie in der abgelaufenen Rückrunde, sondern auf angestammter Position im Mittelfeld. Laut Sportdirektor Michael Zorc dieses Mal mit "dem richtigen Biss und der nötigen körperlichen Schärfe", wie er im Kicker erklärte. Die Wechselgedanken Weigls von Januar und Anfang des Sommers dürften erst einmal in den Hintergrund geraten sein. Zum Glück, wie sich immer mehr herauskristallisiert.

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Beim 5:1-Sieg gegen Augsburg überzeugte Weigl bereits bei seinem dritten Saisoneinsatz über 90 Minuten, einem sehenswerten Volleyschuss aus 20 Metern und seiner offensiveren Ausrichtung. Weigl zeigte eindrucksvoll, dass er seinen Platz im Mittelfeld um keinen Preis wieder hergeben möchte. Leidtragender dieser Topform ist Thomas Delaney, der 2018 für 20 Millionen Euro von Werder Bremen zum BVB wechselte. In der vergangenen Saison hatte Trainer Lucien Favre dem Dänen noch den Vortritt vor Weigl an der Seite von Axel Witsel gegeben. Das Blatt scheint sich nun gewendet zu haben.

Julian Weigl zeigte gegen den 1. FC Augsburg einen sehensewerten Volleyschuss aus 20 Metern Entfernung.
Image: Julian Weigl zeigte gegen den 1. FC Augsburg einen sehensewerten Volleyschuss aus 20 Metern Entfernung.  © DPA pa

Delaney dreimal 90 Minuten auf der Bank

Im Vergleich: In der letzten Saison schaffte Weigl erst am 21. Dezember und dem 17. Spieltag den dritten 90-Minuten-Einsatz. Delaney hingegen spielte letzte Saison fast immer. Lediglich zweimal saß er auf der Bank, vier weitere Spiele verpasste er verletzungsbedingt und eines gelbgesperrt.

In den ersten drei Spielen der Saison 2019/20 hingegen schmorte der 27-Jährige die komplette Zeit auf der Bank und tat dies damit öfter als in der kompletten vergangenen Spielzeit.

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Delaney und Witsel: Das war die unschlagbare Kombi im Mittelfeld der vergangene Saison. Weigl kam in der Hinrunde nur sporadisch zum Einsatz und in der Rückrunde musste er aufgrund der vielen Verletzten in der Innenverteidigung aushelfen. Er machte seine Sache gut, betonte allerdings immer wieder, dass er sich im defensiven Mittelfeld wohler fühle.

Und auch Witsel hat Gefallen an seinem neuen Nebenmann gefunden: "Ich mag es, mit ihm zu spielen und Julian mag es, das Spiel von hinten aufzubauen", schwärmte der Belgier zuletzt im kicker.

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Favre lässt Weigl im Mittelfeld offensiver spielen

Nach einer starken Vorbereitung hat Weigl Delaney erstmal ins zweite Glied verdrängt - auch weil er seine Rolle offensiver eher als Achter als als Sechser interpretiert. Und er macht seine Aufgabe außerordentlich gut - eine Passquote von 92,9 Prozent und seine Zweikampfquote mit 70 Prozent gewonnener Duelle spricht für sich.

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Nach dem furiosen 5:1-Sieg gegen den FC Augsburg spricht BVB-Mittelfeldspieler Julian Weigl über die Qualität innerhalb des Kaders (Video-Länge: 41 Sekunden).

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich lieber dort (im Mittelfeld, Anm. d. Red.) spiele. Es war wichtig für mich, dass ich jetzt auf meine angestammte Position zurückkehre", sagte Weigl nach dem Pokalspiel gegen Uerdingen gegenüber Sky: "Ich konnte mich zeigen, ich konnte mich auf dieser Position beweisen. Ich denke, das funktioniert bislang ganz gut."

Köln will sich gegen Favorit Dortmund nicht verstecken

Gegen Köln (Freitag, ab 20.30 Uhr im Liveticker) dürfte Weigl auch sein viertes Plichtspiel über 90 Minuten bestreiten. Zwar will sich Kölns Trainer Achim Beierlorzer und sein Team nicht verstecken, aber natürlich geht der Tabellenführer - auch dank Passmaschine Weigl - als klarer Favorit ins Spiel.

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Für den Effzeh dürfte es also schwierig werden, einen oder mehrere Punkte gegen Dortmund einzufahren. Mit Weigl auf der alten Position und mit neuer Stärke sogar noch schwieriger.

Datenquelle: Opta

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