Aufenthaltsverbot für Frankfurt-Fans in Marseille
Europa League, 1. Spieltag
18.09.2018 | 15:11 Uhr
Den Fans von Eintracht Frankfurt ist es beim Europa-League-Geisterspiel am Donnerstag bei Olympique Marseille untersagt, sich in der Hafenstadt aufzuhalten.
Das Verbot wurde vom zuständigen Amtsbezirk ausgesprochen und gilt von 08:00 bis 24.00 Uhr, wie die Eintracht am Dienstag mitteilte.
Hellmann: "Hochgradig bedenklicher" Eingriff
Eintracht-Vorstand Axel Hellmann zeigte sich erzürnt über die Entscheidung und sprach von einem "unangemessenen und rechtsstaatlich hochgradig bedenklichen" Eingriff. Weiter betonte er, dass die Fans die Mannschaft durch Europa nur begleiten wollten und nicht mitfahren um "Ärger zu suchen".
Das Fanbündnis Nordwestkurve hatte bereits am Montag verkündet, nicht nach Marseille fahren zu wollen. Es sei eine Frage der "Solidarität mit allen Eintrachtlern, denen dieses Erlebnis genommen wird". Trotz Geisterspiel für Olympique Marseille hätte der Eintracht ein minimales Ticketkontingent von 200 Karten zur Verfügung gestanden.
Bobic hadert mit UEFA-Strafe
Sportchef Fredi Bobic bereitet die Vorstellung des anstehenden "Geisterspiels" gegen Olympique Marseille in der Europa League Bauchschmerzen: "Selbst beim Zugucken im Fernsehen bekommst du Bauchschmerzen. Da bist Du in einem Riesenstadion wie in Marseille und es herrscht null Atmosphäre", sagte er am Sonntag bei "Wontorra - Der o2 Fußball-Talk".
Der 46-Jährige hätte andere Strafen vorgezogen: "Wenn die UEFA die Fans schon sanktionieren muss, dann sollen sie den Block sperren. Aber sie können doch nicht alle aus dem Stadion rausnehmen", kritisierte er. (Sky Sport/sid)