Aufsichtsratschef Claus Vogt vom VfB Stuttgart vor Abberufung

Sky Info: Neue Wendung im VfB-Machtkampf

VfB Stuttgarts Claus Vogt steht vor einer Abberufung als Aufsichtsratschef.
Image: VfB Stuttgarts Claus Vogt steht vor einer Abberufung als Aufsichtsratschef.  © DPA pa

Im Machtkampf beim VfB Stuttgart kommen immer neue Details ans Licht. Am heutigen Dienstag findet eine Aufsichtsratssitzung statt, an der Aufsichtsratschef Claus Vogt aller Voraussicht nach abberufen wird.

Dabei geht es allerdings um mehr als um die Person Claus Vogt. Am Vereinspräsidenten des VfB Stuttgart scheiden sich seit Jahren die Geister (Sky berichtete): Die Mitglieder stehen größtenteils an seiner Seite, Vereinsinterne sehen ihn tendenziell deutlich kritischer.

Eckdaten der Saison 2023/24

  • 1. Spieltag, Bundesliga: 18.08. - 20.08.2023
  • 34. Spieltag, Bundesliga: 18.05.2024
  • 1. Spieltag, 2. Bundesliga: 28.07. - 30.07.2023
  • 34. Spieltag, 2. Bundesliga: 19.05.2024
  • Deutscher Supercup: 12.08.2023
  • DFB-Pokal, 1. Runde: 11.08. - 14.08.2023
  • DFB-Pokal-Finale: 25.05.2024

Das größere Thema ist jedoch: Eine Abberufung von Vogt würde ein zentrales Versprechen untergraben, das den Mitgliedern im Zuge der Ausgliederung gemacht wurde. Dort wurde vereinbart (aber nicht schriftlich fixiert), dass der Präsident des e.V gleichzeitig auch als Chef des Aufsichtsrats fungiert. Eine Abwahl von Vogt als Aufsichtsratsvorsitzendem würde dieses Versprechen brechen.

Vereinsbeirat fordert: Mitglieder müssen einbezogen werden

Diese Tatsache ist nicht nur vielen Fans, sondern auch anderen Vereinsvertretern ein Dorn im Auge. Nach Sky Informationen hat der Vereinsbeirat (ein Kontrollorgan des e.V., das auch die Interessen der Mitglieder wahren soll) bereits im Februar ein Schreiben an alle Vereinsgremien inklusive des Aufsichtsrats verschickt. In diesem Papier stellt der Vereinsbeirat eine eindeutige Forderung: Vor der Abberufung des Aufsichtsratsvorsitzenden muss zwingend die Mitgliederversammlung ihre Zustimmung erteilen. Eine Trennung von Präsidentschaft und Aufsichtsratsvorsitz ohne Einbezug der Mitglieder hält das Vereinsgremium für undemokratisch.

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Diese Forderung wurde im Aufsichtsrat zwar diskutiert, allerdings mit großer Mehrheit abgelehnt. Nach Sky Informationen sprachen sich in der Aufsichtsratssitzung am 29. Februar lediglich Claus Vogt und ein weiteres Mitglied dafür aus, die Mitgliederversammlung im Vorfeld zu konsultieren. Das bedeutet, dass auch mindestens ein Mitglied des von den Mitgliedern des gewählten Präsidiums gegen eine Einbindung der Mitglieder in dieser zentralen Frage gestimmt haben muss.

Gräben zwischen Vereinsgremien und Fans immer größer

Rechtliche Auswirkungen oder Verpflichtungen hat die Forderung des Vereinsbeirats nicht. Es zeigt allerdings: Die Einigkeit und Geschlossenheit des VfB herrscht lediglich im sportlichen Bereich rund um Mannschaft, Trainerteam und sportliche Führung. Die Gräben zwischen anderen Vereinsgremien und Fans sind ausgerechnet in der Phase des maximalen sportlichen Erfolgs wieder deutlich größer geworden.

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