Bayern-Coach Kovac mit Kurswechsel: "Fixstarter" statt Rotation

FCB-Coach setzt künftig auf ein "klares Gerüst"

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Bayern-Trainer Niko Kovac kündigt vor dem Spiel in Bremen ein Kurswechsel bezüglich der Rotation an (Videolänge: 1:09 Minuten).

Vor dem Ligaspiel gegen Bremen kündigt Bayern-Coach Niko Kovac einen Kurswechsel bei der Rotation an. Vier Verletzte kehren in den Kader zurück.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge träumt bereits vom Weihnachtsfest mit Niko Kovac, doch der Trainer von Bayern München arbeitet trotz der Treuebekundungen aus der Chefetage weiter auf Bewährung. "Am Ende des Tages müssen natürlich die Ergebnisse stimmen. Platz fünf ist nicht der Platz, der am Ende der Saison belegt werden darf", sagte selbst Kovac-Fan Rummenigge über den Coach.

Dieser muss nach dem Achtelfinal-Einzug in der Champions League mit dem überzeugenden 5:1 gegen Benfica Lissabon nun endlich auch in der Liga punkten. Mit dem Spiel bei Werder Bremen am Samstag (ab 14 Uhr live auf Sky Bundesliga 2 HD) stehen dort vor Weihnachten noch fünf Begegnungen an, in denen der Rückstand von neun Zählern auf Borussia Dortmund möglichst reduziert werden soll. Nur dann säße Kovac wieder fester im Sattel - und Rummenigge zufrieden unterm Baum.

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Am Freitag um 19 Uhr ist es wieder soweit: Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München steht an. In den vergangenen Jahren sorgten diese immer wieder für Zündstoff und hitzigen Diskussionen zwischen Bayerns Führungsetage und deren Mitg

"So schnell wie möglich nach oben klettern"

"Das ist mir selbst auch bewusst", sagte Kovac über Rummenigges Ansage, "der FC Bayern muss immer unter den ersten Vier sein, das ist das Minimum, was wir wollen. Wir müssen zusehen, dass wir da so schnell wie möglich wieder reinrutschen und weiter nach oben klettern."

Kovac bekam von Rummenigge aber auch Zuspruch. "Es ist der Wunsch von uns allen beim FC Bayern, dass wir lange mit Niko Kovac zusammenarbeiten", sagte er am Rande einer Veranstaltung in Bad Wiessee der Münchner Abendzeitung: "Ich wünsche mir, dass er nicht nur an Heiligabend 2018 unser Trainer ist, sondern auch an Heiligabend 2019 und 2020."

Vier Verletzte zurück im Kader

Kovac kämpfe und sei "bereit, ein paar Dinge zu verändern. Und er muss auch ein paar Dinge verändern", ergänzte der Klubboss. Welche dies sein könnten, deutete Kovac am Freitag an. So will er weiterhin auf die gegen Lissabon mit Erfolg eingeführte Doppel-Sechs setzen, um den "Durchzug" nach Ballverlusten zu minimieren.

Außerdem plant er, die einst geliebte Rotation auf ein Mindestmaß zu beschränken. Kovac sprach von einem "Gerüst, wo der Großteil Fixstarter ist und der ein oder andere reinkommt". Bei den seit vier Spielen sieglosen Bremern stehen ihm dafür mit Kingsley Coman, Thiago, Serge Gnabry und Mats Hummels gleich vier Profis wieder zur Verfügung, die zuletzt teilweise länger gefehlt hatten.

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Kovac sieht keine teaminterne Opposition

Kovac machte unmissverständlich klar, was er von seiner Mannschaft erwartet. "Um nicht völlig den Anschluss zu verlieren - ich rede nicht über Dortmund, sondern über die anderen, die vor uns sind -, müssen wir performen, da ist jeder Einzelne gefragt", sagte er.

Das soll auch für die vermeintliche teaminterne Opposition gelten. Kovac widersprach erneut Berichten, wonach vier Profis gegen ihn seien. "Es sollte etwas suggeriert werden, was so in der Form nicht ist. Ich kann wirklich mit jedem, habe gegen niemanden etwas", sagte er.

Und überhaupt: "Vier von 20, das sind 20 Prozent", rechnete Kovac vor, "wenn Sie in der Politik 20 Prozent hätten und der Gegner 80, wäre das eine absolute Mehrheit." (sid)