Im deutschen Profifußball steckt immer mehr Kapital, das für neue Spieler ausgegeben werden kann. Das Transfervolumen der Bundesliga wächst stetig, doch zwischen welchen Vereinen floss in den vergangenen zehn Jahren das meiste Geld? Sky Sport liefert einen Überblick.
Geht es um das Abwerben der ligaweit besten Spieler, wird der FC Bayern häufig an den Pranger gestellt. Der Rekordmeister würde mit seinen Einkäufen beim BVB die Konkurrenz erheblich schwächen. Doch stimmt das wirklich? Beim Blick auf die höchsten Geldflüsse innerhalb der Bundesliga in den vergangenen zehn Jahren fällt auf: Die Dortmunder bedienen sich genauso beim Dauerrivalen aus dem Süden.
ZUM DURCHKLICKEN: Die höchsten Geldflüsse innerhalb der Bundesliga
Vereinen wird nachgesagt, eine bestimmte Präferenz zu haben, von welchem Klub sie vorwiegend neue Spieler verpflichten. Am Beispiel des BVB lässt sich dieser Mythos gut nachvollziehen, denn die Schwarz-Gelben wilderten gerne am Niederrhein. Aus Sicht der Verantwortlichen durchaus verständlich, schließlich hat man mit den Ex-Gladbachern Marco Reus, Mahmoud Dahoud und Thorgan Hazard größtenteils gute Erfahrungen gemacht.
VfB und Hoffenheim mit sehr hohen Erlösen
Seit der Saison 2009/10 haben nicht nur die Top-Teams aus Liga eins, sondern auch zwei aktuelle Zweitligisten lohnenswerte Deals abwickeln können: der VfB Stuttgart und der Hamburger SV. Die Schwaben führen das Ranking der höchsten Geldflüsse sogar an und haben in dieser Zeit rund 80 Millionen Euro von den Bayern erhalten. Ob dieses Geld richtig investiert wurde, darf angesichts zweier Absteige in nur vier Jahren allerdings bezweifelt werden.
Keine Zweifel gibt es dagegen an der Qualität und guten Ausbildung von Spielern der TSG Hoffenheim. Die Kraichgauer verzeichnen unter der Ägide von Sportdirektor Alexander Rosen Jahr für Jahr einen Transferüberschuss und gelten mit großem Abstand als "Verkaufsmeister" der Liga. Allein durch die Transfers von Kerem Demirbay, Niklas Süle, Nico Schulz und weiteren Stars nahm die TSG rund 140 Millionen Euro ein.
Alles in allem verwundert es kaum, dass Liga-Krösus Bayern München und Dauerrivale Borussia Dortmund auf dem nationalen Transfermarkt am aktivsten sind. Beide Vereine sind unter den Top 16 dieses Rankings insgesamt 12-Mal vertreten. Doch auch vermeintlich kleine Standorte wie Mainz (Erlöse: ca. 75 Mio.) oder Freiburg (ca. 45 Mio.) beliefern die Spitzenteams regelmäßig mit frischem Personal, was einen echten Geldsegen mit sich bringt.