Bundesliga News: Die erste Bilanz der neuen Bundesliga-Trainer

Traum- oder Fehlstart? Die erste Bilanz der neuen Bundesliga-Trainer

Jesse Marsch hat mit RB Leipzig keinen guten Start erwischt.
Image: Jesse Marsch hat mit RB Leipzig keinen guten Start erwischt.  © Imago

Im DFB-Pokal und an den ersten drei Spieltagen der Bundesliga standen vor allem die neuen Trainer im Blickpunkt. Wir nehmen die acht Neuen unter die Lupe - und ziehen zu Beginn der Länderspielpause eine erste Bilanz:

TRAUMSTART

Keiner

GUT AUS DEN BLÖCKEN

Mark van Bommel (VfL Wolfsburg): Mit Blick auf die Liga hätte es der Trainer des Spitzenreiters bei drei Siegen in drei Partien eigentlich in die Rubrik "Traumstart" geschafft - vor allem angesichts der schlimmen Befürchtungen nach der schwachen Vorbereitung. Doch der Wechsel-Fauxpas des Niederländers im DFB-Pokal (er hatte bei Preußen Münster sechs statt der erlaubten fünf Spieler gebracht) und die darauf folgende Disqualifikation ist ein Minus in der Bilanz.

Gerardo Seoane (Bayer Leverkusen): Mit sieben Punkten aus drei Partien hat der Schweizer den Start hingelegt, den sich die Verantwortlichen gewünscht haben. Schließlich soll Seoane die Werkself zurück in die Champions League führen. Der Coach, der mit der Empfehlung von drei Meistertiteln und einem Pokalsieg mit Young Boys Bern an den Rhein gekommen ist, sah nach dem Sieg seiner hoch veranlagten Mannschaft beim FC Augsburg (4:1) "Entwicklungsschritte". Wenn sich Bayer so weiter entwickelt, könnte Seoane zum Glücksgriff werden.

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ÜBERRASCHEND STARK

Steffen Baumgart (1. FC KÖLN): Unter Baumgart ist der FC erstmals seit fünf Jahren wieder mit zwei Heimsiegen in eine Saison gestartet und spielt insbesondere offensiv mit viel Selbstbewusstsein. In allen drei bisherigen Ligaspielen hatte der gebürtige Rostocker einen klaren Plan, der sich auch in angepassten Aufstellungen wiederfand. Der ehemalige Paderborner bringt wieder Leidenschaft und Teamgeist in die Domstadt.

IMMERHIN ANGEKOMMEN

Julian Nagelsmann (Bayern München): Die Erwartungen an den Nachfolger von Erfolgstrainer Hansi Flick sind beim Rekordmeister gewohnt groß. Der 34-Jährige muss mindestens die zehnte Meisterschaft in Folge holen, Titel im Pokal und in der Champions League wären wünschenswert. Darüber hinaus soll Nagelsmann junge Spieler weiterentwickeln. Nach der holprigen Vorbereitung und dem mäßigen Start bei Borussia Mönchengladbach scheint Nagelsmann nun in die Spur zu kommen. Den ersten Härtetest gibt es aber erst im nächsten Spiel bei seinem Ex-Klub und Vizemeister RB Leipzig.

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Marco Rose (Borussia Dortmund): Nach der Niederlage am zweiten Spieltag beim SC Freiburg (1:2) waren bereits Befürchtungen laut geworden, wonach der BVB auch unter Rose in seine alten Muster verfalle. Der Sieg am Freitag gegen die TSG Hoffenheim (3:2) durch das Tor von Erling Haaland in der Nachspielzeit hat Rose nun immerhin eine ruhige Länderspielpause beschert. Doch schon eine Niederlage in der nächsten Partie bei Bayer könnte das fragile Gebilde wieder erschüttern.

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FEHLSTART

Jesse Marsch (RB Leipzig): Der US-Amerikaner war die logische Wahl als Nagelsmann-Nachfolger. In der Saison 2018/2019 arbeitete er in Leipzig bereits als Co-Trainer, davor und danach gewann er Titel bei den Schwesterklubs in New York und Salzburg. Nach dem klaren Sieg im DFB-Pokal beim Zweitligisten SV Sandhausen (4:0) schien auch alles in die richtige Richtung zu gehen, doch zwei Niederlagen in der Liga werfen Fragezeichen auf. Das weiß auch Marsch vor dem Bayern-Spiel: "Wir haben viel zu tun."

BEUNRUHIGENDER FEHLSTART

Oliver Glasner (Eintracht Frankfurt): Der Österreicher hatte nach zwei erfolgreichen Jahren in Wolfsburg genug von den Querelen mit Geschäftsführer Jörg Schmadtke. Doch nun hat er noch mehr Probleme am Hals - in Frankfurt ist bereits Feuer unterm Dach. Das Aus im DFB-Pokal beim Drittligisten Waldhof Mannheim, nur zwei Unentschieden in der Liga - und als Krönung der Streik des wechselwilligen Filip Kostic. "Das war der letzte Tropfen, der etwas zu viel war für das Fass Eintracht Frankfurt", sagte Glasner: "Was in den letzten Monaten passiert ist, war nicht gut für Eintracht Frankfurt." Glasner muss nun zeigen, dass er gut für die Hessen ist.

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Sky90: Sky Experte Heribert Bruchhagen glaubt, dass Eintracht-Trainer Glasner ein schweres Erbe in Frankfurt antritt (Videolänge: 2:29 Min.).

Adi Hütter (Borussia Mönchengladbach): "Wenn man die nackten Zahlen sieht, kann man davon sprechen", gab Hütter auf die Frage nach dem Fehlstart unumwunden zu. Nur ein Punkt hat der aus Frankfurt gekommene Österreicher bisher mit seiner Mannschaft geholt. Das hatten sich die Verantwortlichen um Sportchef Max Eberl ganz anders vorgestellt. Mehr als eine Phrase hatte Hütter mit Blick auf die kommenden Tage erst einmal nicht zu bieten: "Wir müssen die Länderspielpause nutzen, um die Köpfe freizubekommen."

SID

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