Bundesliga News: Wer sind die Gewinner und Verlierer der Trainer-Rochade?

Wer sind die Gewinner & Verlierer der Trainer-Rochade? Stimmt ab!

Borussia Mönchengladbach: Trainer 2020/21: Marco Rose; Trainer 2021/22: Adi Hütter (Vertrag bis 2024)
Image: Adi Hütter (l.) ist der Nachfolger von Marco Rose (r.) bei Borussia Mönchengladbach.  © DPA pa

Das kuriose Stühlerücken bei den Trainern der Bundesliga geht weiter. Sieben der Top-Acht Klubs werden mit einem neuen Coach in die Saison gehen - vier davon bedienten sich direkt bei der Konkurrenz. Wer sind die Gewinner und Verlierer der Trainer-Rochade? Wir wollen Eure Meinung wissen!

Mit dem Wechsel von Oliver Glasner ist nun der nächste Dominostein auf dem Trainermarkt gefallen. Nach Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund, RB Leipzig und dem FC Bayern tauscht nun also auch der VfL Wolfsburg seinen Übungsleiter.

Auffällig ist dabei nicht nur, dass es hauptsächlich die Spitzenteams sind, die zur kommenden Saison einen neuen Trainer verpflichten, sondern auch, dass viele der Trainer bei der direkten Konkurrenz unterkamen. Dabei haben sich nicht alle unbedingt verbessert - zumindest auf dem Papier.

Borussia Dortmund: Rose für Terzic

Dortmund und Marco Rose hatten den Stein ins Rollen gebracht. Im Februar verkündete der BVB die Verpflichtung des Gladbach-Trainers als Nachfolger für Interimscoach Edin Terzic.

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Nicht alle konnten Roses Wechsel zum damaligen Zeitpunkt aus sportlicher Sicht nachvollziehen. Der 44-Jährige hatte in Gladbach eine vielversprechende Truppe geformt, die auch in der Champions League zu überzeugen wusste.

Nach Bekanntgabe des Wechsels brach die Borussia aber regelrecht ein und verpasste letztlich die Qualifikation für das internationale Geschäft. Der BVB dagegen erkämpfte sich mit Terzic einen Champions-League-Platz und gewann den DFB-Pokal, was wiederum erste Kritik am Rose-Deal aufkeimen ließ.

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Borussia Mönchengladbach: Hütter für Rose

Als Ersatz für Rose in Gladbach kam relativ schnell Frankfurt-Trainer Adi Hütter ins Spiel. Als der Wechsel öffentlich wurde, ergab sich jedoch eine ähnliche Situation wie bei Rose und Gladbach. Die Eintracht, die bis dahin auf Champions-League-Kurs lag, verspielte auf den letzten Metern das Ticket für die Königsklasse.

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Adi Hütter wird die Eintracht Frankfurt verlassen und ab kommender Saison Trainer bei Borussia Mönchengladbach. Bei einer Pressekonferenz nimmt er Stellung dazu (Videolänge: 0:38 Minuten).

Über die Gründe für seinen Wechsel hüllte sich Hütter in Schweigen. "Wichtig ist, dass ich verstehe, warum ich mich so entschieden habe", so das Statement des Österreichers. Besonders die Fans der Eintracht nahmen Hütter seinen Abschied übel.

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Eintracht Frankfurt: Glasner für Hütter

Inzwischen hat auch Frankfurt einen Nachfolger für Hütter gefunden: Oliver Glasner. Aufgrund unüberbrückbarer Differenzen mit VfL-Sportchef Jörg Schmadtke war Glasners Abschied aus Wolfsburg quasi unausweichlich.

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Eintracht Frankfurt hat Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg als neuen Trainer verpflichtet. Sky Reporter Marcus Jürgensen und Eintracht-Youtuber Basti Red diskutieren über die Personalie. (Videolänge: 6:00 Minuten)

Und in Frankfurt empfängt man den 46-Jährigen mit offenen Armen. Glasner sei gegenüber Hütter fachlich "die bessere Lösung", sagt Podcaster und Eintracht-Fan "Basti Red" bei Sky: "Wir haben es ja am eigenen Leib erfahren. Er hat die Champions League [mit Wolfsburg, Anm. d. Red.] erreicht."

Sky Reporter Marcus Jürgensen gibt allerdings zu bedenken: "Rein tabellarisch verschlechtert er sich." Auch die Bedingungen in Wolfsburg, die in der Bundesliga fast einmalig seien, werde Glasner so in Frankfurt nicht vorfinden.

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FC Bayern: Nagelsmann für Flick

Unabhängig vom Trainerkarussell der Konkurrenz wird es auch beim Meister und Vizemeister eine Veränderung an der Seitenlinie geben. Der FC Bayern lässt Sextuple-Trainer Hansi Flick zum DFB ziehen und holt dafür Julian Nagelsmann von RB Leipzig nach München.

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Nach zwei Jahren bei Leipzig ist nun schon wieder Schluss für Julian Nagelsmann - allerdings erklärt er auch, dass er für keinen anderen Verein gegangen wäre (Videolänge: 4:05 Min.).

Für den 33-jährigen Fußballlehrer geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. Er hätte Leipzig für keinen anderen Klub verlassen, sagte Nagelsmann nach der Bekanntgabe. Und welchen Stellenwert die Verpflichtung beim FC Bayern hat, belegt die Rekordablösesumme von rund 25 Millionen Euro (inkl. Boni).

Dennoch gibt es auch Zweifel, ob der junge Trainer schon bereit ist für die Startruppe des FC Bayern.

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In der neuen Saison starten nun alle Spitzenteams der Bundesliga so ein bisschen von Null. Wer im Endeffekt die beste Entscheidung getroffen hat, wird die kommende Saison zeigen.

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