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Vizemeister stellt sich breit auf

BVB: Brandt, Hazard & Co. - Kadercheck und mögliche Aufstellungen

Sky Sport

24.05.2019 | 13:03 Uhr

Borussia Dortmund wurde auf dem Transfermarkt aktiv. Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz verstärken den BVB.
Image: Borussia Dortmund wurde auf dem Transfermarkt aktiv. Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz verstärken den BVB.

Dortmund hat sich bislang mit Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz verstärkt. Zudem kehren zahlreiche Spieler aus Leihgeschäften zurück. Es kommt also reichlich Bewegung in den BVB-Kader. Sky Sport nimmt die einzelnen Mannschaftsteile unter die Lupe.

Bereits zu einem frühen Zeitpunkt hat der BVB die Verpflichtungen von Brandt, Hazard und Schulz bekanntgegeben. Zählt man den während der Saison fest verpflichteten Paco Alcacer noch dazu, kann Dortmund vier externe Zugänge für die kommende Spielzeit präsentieren.

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Zu diesen gesellen sich sieben Leih-Akteure und zwei Jugendspieler, die in den Profikader hochgezogen werden, womit der Kader von Borussia Dortmund insgesamt 35 Spieler umfasst. Ein Hauen und Stechen um die Stammplätze ist hier programmiert - auch wenn sicherlich noch einige Spieler den Verein verlassen werden. Konkret sieht die Situation in den einzelnen Mannschaftsteilen wie folgt aus ...

Tor

Zwischen den Pfosten gibt es beim BVB die geringste Bewegung. Roman Bürki und Marwin Hitz konkurrieren auch in der kommenden Saison um den Status als Nummer eins. Einzig der Mann dahinter wird ein neuer sein. Aus der A-Jugend wird Luca Unbehaun hochgezogen. Der 18-Jährige ersetzt Eric Oelschlägel, dessen Vertrag am 30. Juni 2019 ausläuft.

Abwehr

In der Innenverteidigung duellieren sich fünf Akteure um zwei Positionen. Mit Abdou Diallo, Manuel Akanji, Dan-Axel Zagadou und dem jungen Leonardo Balerdi ist der BVB hier qualitativ und quantitativ gut aufgestellt. "Auf Ömer Toprak setzt Lucien Favre so gut wie nie. Bei einem entsprechenden Angebot, darf der Türke - der noch Vertrag bis 2021 hat -wohl gehen", schätzt Sky Reporter Sascha Bacinski die Situation im defensiven Zentrum ein.

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Für die linke Abwehrseite hat der BVB Nico Schulz für 28 Millionen Euro von der TSG 1899 Hoffenheim verpflichtet. Der deutsche Nationalspieler dürfte nicht nur aufgrund der Ablöse, sondern auch wegen seiner Qualität zunächst gesetzt sein. Als Back-Up für diese Position stünden Diallo und Achraf Hakimi bereit. Für den bereits in dieser Spielzeit wenig berücksichtigten Routinier Marcel Schmelzer dürfte die Situation auch in der kommenden Saison nicht einfacher werden.

Auf der gegenüberliegenden Seite dürfte das Duo Hakimi und Lukasz Piszczek gesetzt sein. Da der Pole langsam ins etwas höhere Alter kommt und in der zurückliegenden Saison immer wieder aufgrund einiger Verletzungen pausieren musste, holt sich der BVB mit aller Voraussicht wohl Mateu Morey (19) vom FC Barcelona als Perspektivspieler mit ins Boot. Felix Passlack und Jeremy Toljan kommen aus ihren Leihgeschäften zurück, spielen zukünftig aber keine Rolle mehr. Bei diesen beiden "werden wohl Interessenten gesucht", so Bacinski.

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Mittelfeld

Der defensive Part im Dortmunder Mittelfeld wird auch in der kommenden Saison klar an Thomas Delaney und Axel Witsel gehen. Die beiden harmonierten bislang ausgezeichnet und werden auch 2019/20 das Herzstück des BVB-Spiels bilden. "Für Mo Dahoud muss man sicherlich eine Lösung finden, da er bei Favre eigentlich gar keine Rolle spielt. Julian Weigl war in der Saison auch unzufrieden, wird immer wieder mit Paris in Verbindung gebracht" schließt der Sky Reporter bei Letztgenanntem einen Wechsel nicht aus.

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Ebenfalls wechseln dürften wohl die beiden Rückkehrer Dzenis Burnic und Sebastian Rode. Bei Letzterem muss sowieso die Entwicklung aufgrund seiner schweren Knieverletzung, die er sich am Ende bei Eintracht Frankfurt zugezogen hat, abgewartet werden. Aus der Jugend kommt für das defensive Mittelfeld zudem Tobias Raschl hoch. "Allerdings müsste der BVB für das zentrale Mittelfeld noch einen soliden Spieler holen", glaubt Bacinski.

Kein Bedarf haben die Schwarz-Gelben hingegen auf der Zehn, wo sich mit Kapitän Marco Reus und Mario Götze zwei Leistungsträger am wohlsten fühlen. "Shinji Kagawa war an Besiktas ausgeliehen, wird aber keine Rolle mehr spielen", glaubt Bacinski nicht mehr an einen positiven Turnaround beim Japaner. Talent Sergio Gomez müsste bald den nächsten Schritt machen, um in Dortmund eine Zukunft zu haben. Bei dieser Personalie würde sich wohl ein Leihgeschäft anbieten, um den jungen Spanier Spielpraxis zu ermöglichen.

Sturm

In der Offensive verzeichnete der BVB bislang die gravierendsten Veränderungen. Mit Christian Pulisic hat sich ein vielversprechender Akteur der letzten Jahre in Richtung FC Chelsea verabschiedet. Mit Julian Brandt (Bayer Leverkusen) und Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) hat die Borussia auf den Außenpositionen aber nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ nachgelegt. "Beide werden die Offensivrotation beim BVB immens verstärken. Obwohl beide eigentlich linksflügellastig sind, können sie variierend eingesetzt werden", ist sich BVB-Insider Bacinski sicher.

Einer, der laut Bacinski einen Schub in seiner Entwicklung machen muss und es ohne diesen schwer haben wird, ist Jacob Bruun Larsen. Andre Schürrle kommt von seiner Leihe aus Fulham zurück, dürfte in den zukünftigen Planungen aber nicht mehr stattfinden. Auch Guerreiro könnte es trotz seiner guten Leistungen in der vergangenen Saison "aufgrund der großen Konkurrenz auf links schwer haben."

Auf der rechten Seite sieht es deutlich übersichtlicher aus. Dort ist Jadon Sancho gesetzt. Marius Wolf muss sich als dessen Konkurrent steigern, hat sich gegen Ende aber eher als Rechtsverteidiger versucht - wenn auch notgedrungen wegen Verletzungssorgen zahlreicher Mitspieler.

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Im Zentrum hatte die Borussia mit Paco Alcacer zuletzt nur einen gelernten Mittelstürmer im Kader. "Hier gibt es sicherlich noch Bedarf", schätzt Bacinski abschließend ein. Allerdings dürfte dies von der Entwicklung von Leihspieler Alexander Isak abhängen. Bei Willem II schoss er seine Gegner nahezu in Grund und Boden. Traut man das dem 19-Jährigen auch in Dortmund zu? Maximilian Philipp durfte zwar die gesamte Saison beim BVB bleiben, konnte sich unter Favre aber nicht wirklich in den Vordergrund spielen und dürfte es auch in der anstehenden Spielzeit schwer haben.

Die mögliche Startaufstellung des BVB für die Saison 2019/20

Dementsprechend könnte die bevorzugte Aufstellung von Trainer Favre so aussehen:

So könnte die Startaufstellung des BVB in der Saison 2019/20 aussehen.
Image: So könnte die Startaufstellung des BVB in der Saison 2019/20 aussehen.  © Sky

Alternativ würde sich auch eine Systemumstellung auf ein 4-1-4-1 anbieten. Dann würden sowohl Hazard als auch Brandt auflaufen können. Delaney müsste dann wohl im Mittelfeld weichen:

So könnte Borussia Dortmund in der Saison 2019/20 auflaufen.
Image: So könnte Borussia Dortmund in der Saison 2019/20 auflaufen.  © Sky

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