BVB-Geschäftsführer Watzke stichelt gegen den FC Bayern
Titelkampf wird nun auch verbal geführt
26.04.2019 | 23:01 Uhr
Der Titelkampf in der Bundesliga war lange nicht mehr so spannend. Nur ein Punkt trennt Tabellenführer FC Bayern von Verfolger Borussia Dortmund. Vier Spieltage vor Saisonende beginnen nun auch die ersten verbalen Scharmützel.
Zu diesen ließ sich am Donnerstagabend BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hinreißen. Beim "Kneipengespräch" mit Tilman Kuban, dem Vorsitzenden der Jungen Union, im Klubheim des TSV Kirchdorf äußerte sich Watzke zum spannenden Titelrennen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.
Watzke: 70 Prozent drücken Dortmund die Daumen
Lief der Kampf um die Meisterschaft bislang ohne große verbale Attacken zwischen den beiden Rivalen ab, verteilte der 59-Jährige im Rahmen der Veranstaltung erste kleine Spitzen gegen den deutschen Rekordmeister.
"70 Prozent der Deutschen drücken gefühlt Dortmund die Daumen", begann Watzke seine kleine Stichelei in Richtung bayerische Landeshauptstadt.
"Wenn die Meisterfeier auf dem Marienplatz stattfindet, kommen 3000 Leute plus 1500 Touristen. Die gucken: Was ist denn da los, okay, da gehen wir mal vorbei. Bei uns wäre der Titel eine ganz andere Nummer", führte der BVB-Boss weiter aus.
Watzke: BVB-Meisterschaft hätte anderes Gewicht
Die ganze Stadt und Region würden nach dem ersten Meistertitel nach 2012 lechzen. Der Fußball habe einen unheimlichen großen Stellenwert im Ruhrgebiet und besonders in Dortmund. "Am Spieltag ist es, wie wenn woanders Weihnachten gefeiert wird und überall die Weihnachtsbeleuchtung hängt", schwärmte Watzke. "Bei uns hängen überall Fahnen. Die Leute sind elektrisiert. Und wenn so ein Klub Deutscher Meister wird, hat das ein anderes Gewicht."
Den nächsten Schritt in Richtung Meisterschaft muss der BVB am Samstag im Derby gegen den FC Schalke 04 gehen (ab 15:15 Uhr LIVE auf Sky Sport Bundesliga 2 HD). Die Vorzeichen für einen Erfolg der Gelb-Schwarzen stehen dabei gar nicht schlecht.