Champions League: Bayern-Star Thomas Müller ist der personifizierte Barca-Schreck
Spezieller Tag, spezieller Rekord: Müllers "Extra-PS" lassen Barca zittern
13.09.2022 | 11:31 Uhr
Keiner hat in der Champions League so oft gegen den FC Barcelona getroffen wie er: Thomas Müller. Wie Robert Lewandowski gestoppt werden soll, welche "Extra-PS" jetzt mobilisiert werden und wovor die Bayern-Ikone bei den Katalanen warnt.
Gut gelaunt betrat Thomas Müller die Pressekonferenz - und fing nach der ersten Frage direkt mit einem Witz an: "Der Sadio hat mir die letzten zehn Tage immer als Scherz gesagt, ich soll nicht aus Versehen einen Pass zu Lewy spielen", lachte Müller. Für seine gute Laune vor dem Kracher gegen den FC Barcelona hat er auch jeden Grund: Gegen die Katalanen läuft's für ihn schließlich immer.
ZUM DURCHKLICKEN: Diese Stars trafen gegen den FC Barcelona am häufigsten
Acht Tore erzielte Müller in sieben Spielen, kein anderer Spieler traf international häufiger gegen die Blaugrana. Auch beim letzten Aufeinandertreffen im Dezember 2021 war er mit einer mülleresquen Kopfball-Bogenlampe erfolgreich. Besonders die Champions League liegt Müller: 52 Tore und 30 Vorlagen in 135 sind nicht nur ein herausragender Wert, sondern bedeuten auch Platz sieben in der ewigen Torschützenliste - noch vor einem gewissen Thierry Henry.
Müller ist motiviert - und warnt vor Barcelona
Top-Spiele in der Champions League wie gegen Barca sind für Müller und den FC Bayern zweifelsohne ein Höhepunkt. Daran ändern auch drei ärgerliche Liga-Unentschieden in Folge nichts. "Es gibt diesen Effekt, dass man große Spiele in der Bundesliga und Champions League auch als Profi als größeren Höhepunkt betrachtet. Da ist schon ein Extra-Reiz da, die Extra-PS auf die Straße zu bringen", bekannte Müller.
Nach den deutlichen Siegen in der vergangenen Saison (zwei 3:0-Siege) warnte er zugleich aber auch: "Es wird uns sicherlich ein anderes Barcelona erwarten als letztes Jahr."
Ein anderes Barcelona auch, weil Ex-Münchner und Müllers langjähriger Sturmpartner Robert Lewandowski nun für die Katalanen aufläuft. Mit neun Toren in den ersten sechs Pflichtspielen für Barca wird der Pole auch bei seiner Rückkehr in München wohl nur schwer zu stoppen sein.
Wie soll Lewandowski gestoppt werden?
Trainer Julian Nagelsmann hat zumindest in der Theorie einen Ansatz dafür: "Wir müssen viele Pässe und Flanken auf ihn unterbinden. Dann kann auch der torgefährlichste Spieler keine Tore machen."
Wer ihn am Tore schießen hindern soll, ist noch nicht vollständig geklärt. Zwar legte sich Nagelsmann auf Lucas Hernandez in der Innverteidigung fest - die Frage, ob Dayot Upamecano oder Neuzugang Matthijs de Ligt neben ihm starten werde, konnte der Bayern-Trainer jedoch nicht beantworten. Klar ist aber: Marcel Sabitzer erhält als defensivere Variante vor Leon Goretzka den Vorzug.
Die Bayern vor einem wegweisenden Spiel. Sportvorstand Hasan Salihamidzic forderte, gegen Barcelona "drei Gänge hochzuschalten". Für Thomas Müller wäre ein Sieg gegen den Triple-Sieger von 2015 "ein Statement und Riesenschritt" - und er versprach: "Wir werden an die Grenzen gehen."
Wie man gegen den FC Barcelona trifft und gewinnt, weiß er selbst am besten. Und seine gute Laune dürfte auch am Dienstag vorhanden sein, schließlich feiert er in der mit über 70.000 Fans ausverkauften Allianz Arena seinen 33. Geburtstag.
Vielleicht beschenkt er sich ja selbst mit einem Tor gegen den FC Barcelona. Seinem Ruf als Barca-Schreck würde er damit alle Ehre machen.