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Champions-League-Härtetest bei PSG: Wie titelreif ist Flicks FC Barcelona?

Neun Siege, Offensivfußball der Extraklasse und ein überragender Lamine Yamal: Der FC Barcelona befindet sich unter Hansi Flick in bestechender Form. Doch die entscheidende Frage bleibt offen.

Lamine Yamal und Hansi Flick stehen vor einer Woche der Wahrheit.
Image: Lamine Yamal (l.) und Hansi Flick stehen vor einer Woche der Wahrheit.  © Imago

Der Champions-League-Kracher bei Paris Saint-Germain soll zeigen, ob die Katalanen tatsächlich wieder zu den ganz großen Titelkandidaten in Europa zählen.

Am Wochenende ließ sich Hansi Flick dann doch erstmals ausbremsen - zumindest abseits des Rasens. Ausgerechnet vor der Woche der Wahrheit wirbelte das Wetter seine Pläne durcheinander: Stundenlang harrten Flick und die Spieler des FC Barcelona am späten Samstagabend wegen heftigen Regens im Flieger aus, ehe sie spontan doch in Sevilla übernachteten und erst am Sonntagmittag die Heimreise antraten.

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Die Turbulenzen nach dem historischen Ligasieg bei Betis Sevilla (5:2) spiegeln aber nicht die sportliche Lage bei den ansonsten unaufhaltsamen Katalanen wider. Weil sich Flicks Fußballkünstler von Sieg zu Sieg zaubern, wird rund um das Camp Nou eine Frage immer lauter gestellt: Ist Barca fast zwölf Jahre nach dem bis dato letzten Champions-League-Triumph wieder titelreif? Der Königsklassen-Kracher am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) gegen die Übermacht Paris Saint-Germain soll Antworten liefern.

Barca in herausragender Form

Die Reifeprüfung im Prinzenpark werde "nicht ausschlaggebend, aber dennoch von entscheidender Bedeutung" bei der Beantwortung der Frage sein, schrieb Mundo Deportivo. Die Zuversicht in Barcelona beruht nicht zuletzt auf Flicks Arbeit. Selbst Marca, gewöhnlich eher dem Rivalen Real Madrid zugetan, merkte eine Woche vor dem ebenso mit Spannung erwarteten Clasico in der Liga an: Barcas Form sei "beispiellos".

Ein Startrekord mit neun Siegen, eine unaufhaltsame Offensive und Stars wie Lamine Yamal in Topform - doch Flick will nach zwei Meistertiteln und einem Pokalsieg vor allem beweisen, dass er bei den Katalanen auch das erreichen kann, was ihm einst mit seinen Sextuple-Bayern gelang. Ausgerechnet PSG-Coach Luis Enrique, der Manchester City mit dem Titelverteidiger unlängst keine Chance ließ (4:2), hatte 2015 mit Barca zuletzt den Henkelpott gewonnen.

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"Wir befinden uns in einer großartigen Phase, auf die wir stolz sein können", betonte Flick vor den Duellen mit Paris und Real. Einziges Manko bleibt die Defensive. Es braucht Stabilität trotz Spektakel - doch geht das? "Wir kassieren viele Gegentore, da können wir uns verbessern", sagte Rodri. Flick muss ohne die verletzten Eric Garcia und Jules Kounde Lösungen finden, um möglichst schon in Paris in seinem 129. Spiel seinen 100. Sieg als Barca-Coach einzufahren.

Augen auf Dembele und Yamal

Das Prunkstück bleibt der Angriff um Yamal, den Flick am Wochenende als den momentan besten Spieler der Welt adelte. Spanische Medien fiebern nicht nur deshalb dem Showdown zwischen dem Jungstar und Weltfußballer Ousmane Dembele entgegen. Eine Woche vor der Verleihung des Ballon d'Or wird das Duell das Ergebnis zwar nicht mehr beeinflussen, und dennoch besitzt es im ewigen Wettstreit der Individualisten Signalwirkung.

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In der Ligaphase der Vorsaison verlor Barca trotz Dembeles Fehlen gegen PSG (1:2). Und diesmal? "Wir wissen nicht, ob er alles gewinnen wird, aber seine Ergebnisse sind spektakulär", schrieb Mundo Deportivo über Flick, dessen Ärger über die Reisestrapazen schnell verflogen sein dürfte. Er sage seinen Spielern immer, betonte er zuletzt, "dass es keine Ausreden gibt". In der Woche der Wahrheit schon gar nicht.

SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

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