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Champions League: Verkauft die UEFA das Finale nach New York?

Gespräche sollen laufen

von Alexander Kast

13.09.2018 | 14:02 Uhr

Überreicht Aleksander Ceferin den Pokal zukünftig in den USA.
Image: Überreicht Aleksander Ceferin den Pokal zukünftig in den USA.  © Getty

Die neue Champions League steht vor der Tür und mündet mit dem Finale in Madrid. In naher Zukunft könnte das Endspiel aber über dem großen Teich stattfinden.

Der finanzielle Fortschritt durch internationale Vermarktung des Fußballs ist auch der UEFA nicht entgangen. Der europäische Verband plant offenbar, in naher Zukunft mit seinem wichtigsten Wettbewerb in die USA zu expandieren.

In der Sendung El Partidazo des Radiosenders COPE erklärte Jaume Roures, Chef der TV-Gesellschaft MediaPro bereits am Donnerstag: "Ich glaube nicht, dass es lange dauert, bis ein Champions-League-Finale außerhalb von Europa stattfindet. New York wäre ein Knaller."

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Supercup in Tallinn "exotischer" als Champions League in New York

In einem weiteren Interview ging der 68-Jährige am Montag bei Catalunya Radio sogar noch weiter: "Es werden laufend Gespräche über die Realisierung eines Champions-League-Finals in New York City geführt."

Dieses Szenario könnte frühestens 2021 Wirklichkeit werden. Zuvor finden noch zwei Endspiele in Madrid und Istanbul statt. Roures erklärte, er fände ein Supercup-Finale zwischen zwei Madrider Teams in Tallinn - Atletico gewann das Endspiel in Estlands Hauptstadt gegen Real - "exotischer" als ein Königsklassen-Duell in den USA.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sprach bereits 2016 gegenüber der AP über Pläne zur Expansion: "Von Portugal nach Aserbaidschan zu gehen, ist fast dasselbe wie nach New York zu gehen. Wir sollten darüber nachdenken."

Italien und Frankreich in Vorreiter-Rolle

In den internationalen Topligen ist ein Pflichtspiel im Ausland teilweise eingeführt worden. Der französische Supercup fand vor wenigen Wochen in Marokko statt. Die italienische Liga schickte ihre Spitzenklubs für die Supercoppa schon nach Doha und China.

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Kontroverse in Spanien

Erst vor wenigen Tagen entbrannte zusätzlich in Spanien ein Streit zwischen Liga, Fußballverband und Profiklubs aus. In den nächsten 15 Jahren soll pro Saison ein Spiel der höchsten Spielklasse in den USA stattfinden. Das Spiel zwischen dem FC Girona und dem FC Barcelona im Januar soll die erste Begegnung werden.

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Die Liga-Verantwortlichen der Primera Division planen ein Spiel pro Saison in den USA. Dagegen wollen Lionel Messi und die weiteren Kapitäne nun vorgehen.

Bei den USA-Plänen der spanischen Liga hat die nationale Spieler-Gewerkschaft AFE aber nach eigenen Angaben das letzte Wort. Das teilte die Vereinigung nach einem mehr als zweistündigen Treffen mit Liga-Präsident Javier Tebas mit.

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