Chema Andres überzeugt bei Brighton und erinnert an Rodri
Brighton & Hove Albion mischt die Premier League auf und ein ehemaliges Bundesliga-Juwel ist mittendrin.
22.10.2026 | 14:01 Uhr
Jung, ballsicher, kopfballstark! Brighton-Neuzugang Chema Andres spielt sich unter Teammanager Fabian Hürzeler in die Herzen der Fans. Schon jetzt wird er mit einem der besten Premier-League-Mittelfeldspieler der Geschichte verglichen.
Anlaufschwierigkeiten? Fehlanzeige. Chema Andres ist erst am Deadline Day für 23 Millionen Euro vom VfB Stuttgart nach Brighton gewechselt, überzeugt bei den Seagulls aber auf Anhieb. Beim Überraschungsteam der Premier League trumpft er als kongeniales Pendant zu Pascal Groß im defensiven Mittelfeld auf.
"Ich sehe ihn als geborenen Anführer", sagte der Hürzeler nach dem furiosen 5:0-Erfolg gegen den Londoner Rivalen Crystal Palace via Sussex World. "Obwohl er noch sehr jung ist, sehe ich in ihm einen Kämpfer. Was mich am meisten überrascht beziehungsweise beeindruckt, ist, wie reif er ist und wie groß sein innerer Antrieb ist, sich zu verbessern."
Chema glänzte in den vergangenen drei Premier-League-Partien von Beginn an, erzielte beim 3:0-Sieg gegen Meister Arsenal sogar seinen ersten Treffer. Spannend: Mit dem 21-jährigen Mittelfeldmotor kassierte die Hürzeler-Elf noch nicht einmal einen Gegentreffer in der höchsten englischen Spielklasse. Viermal stand Chema für Brighton auf dem Platz (einmal als Joker), viermal gewann Brighton zu Null. Auch die "chemaische PL-Tordifferenz" von 13:0 Treffern kann sich mehr als sehen lassen.
Die Vergleiche mit einem Weltstar werden mehr und mehr gezogen.
Parallelen zu Rodri
Medial wird der bei Real Madrid ausgebildete Spanier als "Baby Rodri" bezeichnet - auch weil Chemas Bewegungen und seine Spielweise der des langjährigen ManCity-Superstars ähneln. Zudem misst er 1,90 Meter und ist damit genauso groß wie sein Idol, das aktuell beim FC Barcelona unter Vertrag steht und 2024 den Ballon d'Or gewonnen hat.
Schon in Stuttgarter Zeiten wurde er auf die Rodri-Parallelen angesprochen: "Es gibt Spieler wie Rodri oder Zubimendi auf meiner Position, die auch spanisch sind. Ich versuche sie zu imitieren", sagte Chema der Bild: "Dass ich mit ihnen verglichen werde, macht mich sehr stolz. Aber das sind Top-Spieler auf einem Top-Level. Ich wünschte, dass ich es eines Tages auch dorthin schaffe."
Sein mit Brighton eingeschlagener Weg ist mehr als vielversprechend. Schon nach wenigen Spielen wirkt die Lücke, die Carlos Baleba (für knapp 76 Millionen Euro zu Manchester United gewechselt) hinterlassen hat, geschlossen. Und das für verhältnismäßig kleines Geld.
Hürzeler lobt und mahnt
"Er will sich also jeden Tag verbessern. Jeden Tag reflektiert er sein Handeln, versucht, besser zu werden, und darüber hinaus ist er ein wirklich guter Mensch", lobte Hürzeler weiter. "Er kümmert sich wirklich um seine Mannschaftskameraden. Er versucht wirklich, die Kultur zu verstehen, in der er sich jetzt befindet, und versucht, sich so schnell wie möglich zu integrieren."
Dennoch mahnt Hürzeler zur Demut: "Wir müssen bescheiden bleiben", betonte der 33-jährige Coach. "Wir versuchen, ihm die richtige Plattform zu bieten, auf der wir uns jeden Tag verbessern können, und dann werden wir sehen, wie es weitergeht."
Für den Überraschungsdritten aus Brighton geht es nach einem Gastspiel bei FK Jablonec in der Conference League mit einem Kracher beim FC Liverpool in der Premier League weiter (Sonntag, ab 14:30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Premier League).
Spätestens in Anfield werden die Seagulls ihren "Baby Rodri" wieder in Topform brauchen …
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