Dani Olmo soll vor einer Rückkehr zum FC Barcelona stehen
Kindheitstraum auf Umwegen: Das ist der begehrte Dani Olmo
07.01.2020 | 22:55 Uhr
Dani Olmo steht vor einem Wechsel von Dinamo Zagreb zum FC Barcelona. Obwohl der 21-Jährige von halb Europa umworben wird, scheint ein Wechsel zu den Katalanen alternativlos. Sky Sport stellt den Spanier vor.
Es ist die Erfüllung eines Traumes, den sich Olmo schon im Alter von 16 Jahren aus dem Kopf geschlagen hatte. Im Sommer 2014 verließ der heute 21-Jährige die Talentschmiede des FC Barcelona. Ohne Aussicht auf den Schritt von "La Masia" in Richtung Profi-Kader schloss der spanische U16-Nationalspieler sich der zweiten Mannschaft von Dinamo Zagreb an.
Groll hegte er nie, da er "viele Werte in der Zeit gelernt hat", versichert der Spanier heute. Kurz nach seinem Transfer avancierte Olmo in Kroatien zum Stammspieler und bekam in den darauffolgenden Jahren immer mehr Einsatzzeiten in der 1. Mannschaft Zagrebs. Schon nach einem halben Jahr wurde er mit einem Profi-Vertrag ausgestattet - zudem in die spanische U17-Nationalmannschaft befördert.
Durchbruch in Kroatien und der spanischen Nationalmannschaft
Der große Durchbruch dann in der Saison 2017/2018. Der überwiegend als linker Flügelstürmer eingesetzte Angreifer schoss in 26 Partien acht Treffer und legte sechs weitere auf. In der Folgesaison bestätigte er diese Leistungen, zeigte zudem seine Flexibilität im offensiven Zentrum. Erste Auftritte in der U21-Nationalmannschaft brachten ihn auf die Wunschzettel anderer Klubs. Unter anderem Leipzig und Mainz, die angeblich Interesse an Olmo gehabt haben sollen.
Trotz der Chance in die kroatische A-Nationalmannschaft berufen zu werden, blieb der gebürtige Spanier seiner Heimat im vergangenen Sommer treu: "Es gab Interesse vom kroatischen Verband, dass ich für sie spiele." Die richtige Entscheidung, denn nach der U21-Europameisterschaft schwärmt halb Europa vom variablen Offensivakteur. In vier von fünf möglichen Einsätzen schoss Olmo drei Tore, darunter das 2:0 beim Finalsieg gegen Deutschland (Endstand: 2:1). Bei der Wahl zum Spieler des Turniers wurde er knapp hinter Landsmann Fabian Ruiz Zweiter.
Ablöse oder Gehaltsforderungen - Olmo-Wechsel scheitert
Nicht verwundertlich, dass der Sommer anschließend zu den Olmo-Gerüchte-Festspielen wurde. Borussia Dortmund, Gladbach, Bayer Leverkusen, Paris Saint-Germain, Atletico Madrid und der FC Bayern München - sie alle sollen Interesse am Spanier gehabt haben, der gewillt war, den nächsten Schritt zu gehen.
Doch trotz Anfragen passierte wenig. "Ich wollte Dinamo verlassen, weil ich bei einem stärkeren Klub in einer der Top-5-Ligen den nächsten Schritt machen wollte. Ich dachte, dieser Sommer wäre der beste Zeitpunkt, um zu gehen", erläuterte der 21-Jährige gegenüber der kroatischen Zeitung Sportske Novost und offenbarte, dass es mit Leverkusen sogar konkrete Gespräche gab.
Dennoch spielt Olmo weiter in blau und rot - auch wenn er selbst nicht genau weiß, warum: "Vielleicht hat Dinamo eine zu hohe Ablöse verlangt, vielleicht wollten auch wir zu viel Geld von einem interessierten Verein. Mein Vater und Berater hat sich darum gekümmert." Das Problem einer zu hohen Ablöse räumt Olmo in der laufenden Spielzeit selbst aus dem Weg, indem er beweist, wie wertvoll er ist.
Barcelona: Der Traum zum greifen nahe
In der Champions-League-Qualifikation führte er Zagreb mit sechs Scorerpunkten in die Gruppenphase, wo er weitere zwei Treffer und einen Assist beisteuerte. Auch das Debüt in der A-Nationalmannschaft Mitte November, bei dem der 21-Jährige direkt traf, glückte. Anlass für den FC Barcelona sich ein Herz zu fassen und eine Rückholaktion für den verlorenen Sohn zu starten.
Rund 40 Millionen Euro soll Olmo, dessen Vertrag im Sommer 2021 ausläuft, kosten. Noch laufen die Verhandlungen, zu denen Trainer Valverde sich auf einer Pressekonferenz am Freitag nicht äußern wollte: "Er ist ein guter Fußballer, der schon einmal hier gespielt hat. Aber wir äußern uns nicht zu Spekulationen über Spieler anderer Teams."
Olmo selbst bestätigte das Angebot der Katalanen aber im Gespräch mit mit der Tageszeitung L'Esportiu: "Ich bin froh, dass aus den Gerüchten eine konkrete Offerte wurde und Barça mich zurückholen will."
Nun liegt es an Dinamo Zagreb und Barca, für die Erfüllung von Olmos längst aufgegebenen Traumes zu sorgen...