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DFB-Länderspiel: Deutschland gegen Italien findet nicht in Nürnberg statt

Stadt Nürnberg untersagt Länderspiel gegen Italien

Sport-Informations-Dienst (SID)

14.03.2020 | 12:50 Uhr

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Der Klassiker fällt dem Coronavirus zum Opfer: Die Stadt Nürnberg untersagt das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien.

Der Klassiker fällt dem Coronavirus zum Opfer: Das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März in Nürnberg gegen Italien ist abgesagt worden. Die Stadt Nürnberg unterrichtete den Deutschen Fußball-Bund (DFB) am Freitagabend über eine Verfügung, die die Durchführung der Partie untersagt. Demnach sind in Nürnberg ab sofort Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen verboten.

Letzte Länderspiel-Absage von 2015

"Da durch die beiden Mannschaften, die Betreuer und die Medienvertreter mit mehr als 100 Menschen gerechnet werden müsse, sei eine Absage des Spiels unumgänglich", heißt es in einer DFB-Mitteilung.

Zuletzt wurde ein Länderspiel des DFB-Teams am 17. November 2015 abgesagt, als die Polizei wenige Stunden vor dem Anpfiff in Hannover gegen die Niederlande Hinweise auf einen möglichen Sprengstoffanschlag bekommen hatte. Vier Tage zuvor war es in Paris während des Länderspiels zwischen Frankreich und Deutschland zu Terrorangriffen gekommen.

Derzeit offen ist, ob auch das wenige Tage zuvor angesetzte Länderspiel in Spanien (26. März) planmäßig durchgeführt werden kann. DFB-Präsident Fritz Keller hatte am Freitagmittag die Durchführung beider März-Länderspiele infrage gestellt. "Ich gehe davon aus, dass die Spiele auf Basis der heutigen Faktenlage nicht stattfinden können", hieß es in einer offiziellen Stellungnahme Kellers. Auch der Weltverband FIFA sprach sich für eine Verlegung aller Länderspiele aus.

Für die sportlichen Planungen von Bundestrainer Joachim Löw ist die Absage des Spiels in Nürnberg ein herber Rückschlag, er hatte den Länderspiel-Doppelpack im März als enorm wichtig für die EM-Endrunde (12. Juni bis 12. Juli) betrachtet. Ob die paneuropäische EM in zwölf Ländern jedoch überhaupt planmäßig ausgetragen werden kann, ist angesichts der Corona-Krise derzeit völlig offen. Am Dienstag will die Europäische Fußball-Union UEFA darüber beraten.

In Italien und Spanien ruht der Spielbetrieb. Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) entschied am Freitag, den 26. Spieltag komplett zu verschieben. Am Montag beraten die Klubs über die DFL-Empfehlung, den Spielbetrieb bis zum 2. April auszusetzen.

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"Der Fußball tritt einen großen Schritt zur Seite"

"Wir alle haben eine solche Situation noch nicht erlebt. Der Fußball tritt in diesen Tagen einen großen Schritt zur Seite. Er ist und bleibt die schönste Nebensache der Welt, aber eben eine Nebensache, wenn es um die Gesundheit geht", hatte Keller am Mittag mitteilen lassen. Der DFB empfahl daher seinen Landesverbänden, den gesamten Spielbetrieb im Amateurbereich zunächst ruhen zu lassen.

In Nürnberg hätte das DFB-Team seit drei Jahren wieder ein Spiel austragen sollen. Für die Begegnung im Max-Morlock-Stadion waren erstmals seit 20 Jahren auch wieder Stehplatz-Tickets erhältlich gewesen, die bereits ausverkauft waren.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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