DFL führt neue U21-Liga zur Saison 2026/27 ein
Der Unterbau der 36 Erst- und Zweitligisten erhält einen neuen Wettbewerb. Ziel ist die bessere Förderung von Talenten.
03.03.2026 | 16:48 Uhr
Die 36 Profiklubs haben wie erwartet die Einführung einer eigenen U21-Liga ab der Saison 2026/27 beschlossen.
Damit soll die Talentförderung im deutschen Fußball weiter professionalisiert werden. Die Erst- und Zweitligisten fällten den Beschluss auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga in Düsseldorf ohne Gegenstimme.
Der neue Wettbewerb ist ein freiwilliges Zusatzangebot für alle Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga und eine Ergänzung zum bestehenden Ligen-System, aus dem zweite Mannschaften der Proficlubs nicht ausgegliedert werden müssen. Die Teilnahme ist für Spieler im Übergangsbereich der Altersklassen U17 bis U21 vorgesehen.
Vereine folgen Vorschlag einer Expertengruppe
Pro Mannschaft dürfen zudem bis zu vier ältere Spieler eingesetzt werden, um sowohl junge Talente gezielt zu fördern als auch beispielsweise verletzten Spielern nach längeren Pausen die Rückkehr in den Spielbetrieb zu erleichtern. Die Vereine folgten damit der Empfehlung einer Expertengruppe, der unter anderem der ehemalige Top-Trainer Jürgen Klopp und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig angehörten.
"Eine Top-Nachwuchsentwicklung ist ein wichtiger Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Bundesligen. Mit dem neuen U21-Zusatzwettbewerb schaffen wir kurzfristig eine zusätzliche Möglichkeit, Talenten mehr Einsatzzeit auf Wettbewerbsniveau zu bieten und ihre Ausbildungszeit gezielt zu verlängern", sagte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz.
DFL mit weiteren Änderungen
Neben dem neuen Wettbewerb beschloss die DFL auf ihrer Mitgliederversammlung weitere Veränderungen: So wird sich die DFL e.V. beziehungsweise DFL GmbH in Bundesliga e.V. beziehungsweise Bundesliga GmbH umbenennen. Der Namenswechsel soll zur neuen Saison 2026/27 vollzogen werden. Als Gründe nannte die DFL zum einen die stärkere Betonung der "strukturellen Einheit des deutschen Profifußballs" durch die "unverwechselbare Marke" Bundesliga. Auch sei in Europa eine einheitliche Benennung üblich. Außerdem ermögliche der Begriff "Bundesliga" eine klarere Abgrenzung der jeweiligen Verantwortungsbereiche zum DFB.
Zudem beschloss die DFL die Einführung einer Kaderkostenregel für die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga. Durch diese solle "die finanzielle Stabilität der Klubs, Muttervereine und damit des gesamten Ligaverbands langfristig und nachhaltig" gesichert werden, hieß es in einem Statement. Um dies umzusetzen, dürfen "die Kaderkosten maximal 70 Prozent der relevanten Einnahmen eines Klubs betragen". Die neue Regel soll schrittweise ab der kommenden und vollständig zur Saison 2028/29 umgesetzt werden. Sie orientiert sich an den für die internationalen Klub-Wettbewerbe geltenden UEFA-Finanzregularien.
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