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DFB-Neuling Robin Koch: Robuster Zweikämpfer mit guten Genen

Legenden-Papa und Streich-Liebling

Lars Pricken

09.10.2019 | 19:21 Uhr

Robin Koch gehört zu den deutschen U21-Vize-Europameistern von 2019.
Image: Robin Koch gehört zu den deutschen U21-Vize-Europameistern von 2019. © DPA pa

Bundestrainer Joachim Löw hat am Montag überraschend Robin Koch für das DFB-Team nachnominiert. Sky Sport stellt den Pfälzer vor.

Not macht bekanntlich erfinderisch. Dem DFB fehlen momentan zehn Profis, zwei weitere sind fraglich. Nationalmannschafts-Coach Löw muss in den kommenden Länderspielen gegen Argentinien und Estland improvisieren und hat dafür eine echte Überraschung aus dem Hut gezaubert: Robin Koch.

Vorbild Papa: Robin hat Harrys besten Eigenschaften

Die wenigsten dürften den 23-Jährigen als Kandidaten für die deutsche A-Auswahl auf dem Schirm gehabt haben. Dabei spricht Einiges für den variablen Defensivmann, der einen prominenten Vater hat. Harry Koch absolvierte 263 Partien in der 1. und 2. Bundesliga. Die meisten davon für den Ausbildungsverein seines Sohnes, den 1. FC Kaiserslautern.

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Zwischen 1995 und 2003 zählte der heute 49-Jährige zu den absoluten Publikumslieblingen der Roten Teufel. Grund dafür waren ausgerechnet die Eigenschaften, die seinen Sohn zu einem der Favoriten von Freiburg-Trainer Christian Streich gemacht haben.

Löw lobt "stabile Spiele" von Koch

Vor zwei Jahren wechselte Koch von der Pfalz in den Breisgau, wo er mit Kampfgeist und Einsatzbereitschaft zu überzeugen weiß. Auch in dieser Saison ist der Innenverteidiger, der auch im defensiven Mittelfeld auflaufen kann, eine wichtige Säule im Team des Tabellen-Vierten.

"Er kann in der Abwehr verschiedene Positionen spielen. Wenn Not am Mann sein sollte, kann er sogar auf der Sechs spielen", erklärt Löw die Vorzüge des Allrounders und lobt: "Er ist auf einem sehr guten Weg und hat die Spiele bislang sehr stabil gespielt."

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Bundestrainer Joachim Löw erklärt seine Entscheidung, Robin Koch für die kommenden Länderspiele nachzunominieren (Dauer: 56 Sekunden).

Abgekochter Zweikämpfer mit guten Werten

Mit einer erfolgreichen Zweikampfquote von 63,2 Prozent ist die letzte Instanz vor Keeper Alexander Schwolow maßgeblich am überraschenden Erfolg der Mannschaft beteiligt. Ebenfalls auffällig: Trotz seiner sehr robusten Spielweise griff der frischgebackene Nationalspieler in sieben Spielen erst fünf Mal auf ein Foul zurück. Dafür sah er ein Mal die Gelbe Karte.

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Ein Indiz für die Überlegtheit und Ruhe, die der 1,92 Meter große Abwehrmann mit und ohne Ball an den Tag legt. Ruhe, die in der Defensive der Nationalmannschaft in Spielen gegen die Niederlande und auch Nordirland zuletzt schmerzlich vermisst wurde. Ob der Neuling tatsächlich eine Chance in den kommenden Spielen erhält, bleibt abzuwarten.

Fest steht allerdings, dass die erste Auswahl die einzige Möglichkeit für den ambitionierten Kaiserslauterer ist, noch einmal im DFB-Dress aufzulaufen. Nach der U21-Europameisterschaft im Sommer, wo er zwei Kurzeinsätze bekam, kann der 23-Jährige nicht mehr für die Nachwuchsmannschaften Deutschlands nominiert werden.

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