Didi Hamann traut Bayern-Torwart Jonas Urbig nicht die Neuer-Nachfolge zu
Für den Sky Sport Experten war der jüngste Auftritt des Keepers erneut keine Empfehlung für die Rolle der zukünftigen Nummer eins der Münchner.
25.01.2026 | 22:45 Uhr
Didi Hamann glaubt nicht, dass Jonas Urbig bei den Bayern einmal Nachfolger von Manuel Neuer und damit Stammtorhüter werden kann. Zudem kritisiert er den FCB dafür, eine Chance im Sommer nicht genutzt zu haben.
Knapp zehn Monate nach der 2:3-Heimniederlage gegen den VfL Bochum im März 2025 ist es wieder passiert: Der FC Bayern München hat ein Heimspiel in der Bundesliga verloren. Völlig verdient musste sich der Rekordmeister am Samstagnachmittag dem FC Augsburg geschlagen geben, allerdings hatte auch Keeper Jonas Urbig, der gegen die Fuggerstädter Einsatzminuten sammeln durfte, seinen Anteil an der FCB-Pleite.
Der 22-Jährige griff nach einem Eckball des FCA in der 75. Minute folgenschwer daneben, was den zwischenzeitlichen Ausgleich zur Folge hatte. Aber auch abgesehen von der missglückten Faustabwehr nach der Ecke machte der Ex-Kölner gegen Augsburg zum wiederholten Male nicht die sicherste Figur im Bayern-Gehäuse und ließ beispielsweise auch in der 60. Minute einen Schuss von Alexis Claude-Maurice lediglich nach vorne abprallen, was beinahe zu einem Gegentreffer geführt hätte.
"Wie soll das gehen?"
Auch aufgrund dieser erneut eher durchwachsenen Leistung des Schlussmannes glaubt Sky Sport Experte Didi Hamann nicht, dass Urbig Manuel Neuer als Nummer eins im Bayern-Tor beerben wird.
"Du brauchst einen robusten Torhüter, auf den du dich verlassen kannst. Vielleicht kann der Urbig das irgendwann, aber ich habe Bedenken, ob er das schon nächste Saison könnte. Auf der Bank wirst du kein besserer Torhüter, die Erfahrung kriegst du nur im Spiel. Sollte Neuer weitermachen, hat er (Urbig, Anm. d. Red.) in zweieinhalb Jahren kaum gehalten, wie soll das gehen? Ich glaube nicht, dass Urbig bei Bayern mal die Nummer eins werden kann", meinte Hamann bei Sky90 - die Fußballdebatte am Sonntagabend.
Bayern hätte Donnarumma holen sollen
Die Zukunft von Neuer, der in München noch einen gültigen Vertrag bis zum Sommer hat, steht derweil noch in den Sternen. Sollte der FCB-Keeper sich jedoch dafür entscheiden, seine lange und so erfolgreiche Karriere in ein paar Monaten zu beenden, stünden die Bayern laut Hamann vor einem "richtigen Problem", was man im Sommer 2025 hätte lösen können.
"Ich hätte alles versucht, den Donnarumma zu holen. Sie haben für Upamecano 20 Millionen im Jahr hingelegt, sie haben für Musiala Unsummen ausgegeben und Verträge für utopische Summen verlängert, dann sollte das Geld für Donnarumma da sein. Das ist die wichtigste Position. Die Champions League wirst du nur gewinnen, wenn du eine Granate im Tor hast. Mit Donnarumma hättest du fünf oder sechs Jahre Ruhe auf der Position", monierte der Sky Sport Experte.
Donnarumma zog es im Sommer zu Pep Guardiola und Manchester City. Die Bayern setzten auf Neuer und dessen Vertreter Urbig - als designierten Nachfolger. Ob das am Ende die richtige Entscheidung war?
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