Diese neuen Regeln gibt es bei der Weltmeisterschaft 2026
Zur WM in den USA, Mexiko und Kanada wollen die Regelhüter gegen Zeitspiel, Beleidigungen und Fehlentscheidungen vorgehen.
26.05.2026 | 15:23 Uhr
Neben Einführungen im Bereich Modus, VAR und Sperren gibt es auch eine neue Pausenreglung.
Modus
- Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt: den USA, Mexiko und Kanada.
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VAR-Erweiterung
- Der Video Assistant Referee erhält die Befugnis, eine Ecke, aus der ein Tor resultiert ist, zu überprüfen. Bislang wurde lediglich das Tor selbst auf mögliche Regelverstöße kontrolliert.
- Außerdem darf der Videoschiedsrichter nun auch zweite Gelbe Karten - und damit verbundene Gelb-Rote Platzverweise - überprüfen. Erste Gelbe Karten werden weiterhin nur dann kontrolliert, wenn sie dem falschen Spieler oder sogar dem falschen Team zugeordnet wurden. Vergehen, die eigentlich eine Gelb-Rote Karte nach sich ziehen müssten, vom Schiedsrichter jedoch nicht geahndet werden, dürfen auch künftig nicht nachträglich durch den VAR geahndet werden.
Sperren und Strafen
- Auch beim Thema Zeitspiel wird stärker durchgegriffen. Ein ausgewechselter Spieler hat künftig zehn Sekunden Zeit, das Spielfeld zu verlassen. Überschreitet er diese Zeit, muss der eingewechselte Spieler mindestens eine Minute warten, bevor er das Feld betreten darf.
- Fordert ein Spieler eine medizinische Behandlung auf dem Spielfeld an, muss er dieses anschließend für mindestens eine Minute verlassen. In bestimmten Fällen kann es jedoch Ausnahmen geben.
- Zudem soll gezieltes Zeitspiel bei Einwürfen und Abstößen konsequenter bestraft werden. Erkennt der Schiedsrichter eine Verzögerung, startet er einen Fünf-Sekunden-Countdown. Wird der Ball in dieser Zeit nicht wieder ins Spiel gebracht, erhält bei einem Einwurf das gegnerische Team den Ball. Ein verzögerter Abstoß wird mit einer Ecke für den Gegner bestraft.
- Spieler, die in Konfrontationen absichtlich etwas hinter vorgehaltener Hand sagen, sollen künftig mit einer Roten Karte bestraft werden können. Dies sei eine Maßnahme "die wir ergreifen müssen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen Rassismus ernst meinen", erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino.
- Verlassen Spieler aus Protest den Platz oder werden von Offiziellen aufgefordert den Platz zu verlassen, so gibt es ebenfalls Rote Karten.
Gelbe Karten werden künftig bereits nach der Gruppenphase gestrichen. Bislang erfolgte die Streichung erst nach dem Viertelfinale, um zu verhindern, dass Spieler aufgrund einer Gelbsperre das Finale verpassen. Nun wird eine frühere Bereinigung der Verwarnungen eingeführt. An der bisherigen Regelung, dass Spieler nach zwei gelben Karten den Platz verlassen müssen ändert sich allerdings nichts.
Sonstiges
- Zusätzlich führt die FIFA pro Halbzeit eine dreiminütige Trinkpause ein. Diese soll jeweils nach rund 22 Minuten Spielzeit stattfinden.
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