Dino Nuggets als Erfolgsrezept? - Neuzugang Emmanuel Iyoha und Magdeburg blühen auf
"Dein Zweitligatalk - HvK & Tusche" bietet abermals Raum für genau die Einblicke und Geschichten, die sich nicht unbedingt auf, sondern auch neben dem Platz abspielen.
15.10.2026 | 15:37 Uhr
Nachdem Hertha-Keeper Marius Gersbeck zuletzt von seinem Turnaround erzählte, überraschte diesmal Magdeburgs Neuzugang Emmanuel Iyoha Hartmut von Kameke und Torsten Mattuschka mit einer ungewöhnlichen Geschichte: Warum das Stehen beim Zähneputzen für ihn zur Herausforderung werden kann.
Von Mathis Gerlach
Für Klub und Spieler hätte der Ausgang dieses Wechsels im Sommer nicht besser laufen können. Für seinen alten Verein, die Fortuna aus Düsseldorf, erzielte der 29-Jährige in den letzten drei Jahren gerade einmal drei Treffer in 71 Zweitliga-Spielen.
Einen Raketenstart legte er hingegen bei seinem neuen Klub hin, mit bereits fünf Treffern nach sieben Spielen. Aber nicht nur für ihn persönlich geht die Formkurve immer steiler nach oben. Die Magdeburger selbst haben nach dem desaströsen 1:6 gegen Braunschweig zum Auftakt 13 Punkte aus den nächsten sechs Spielen geholt.
Definitiv ein Grund zur Freude bei Iyoha und dem FCM - oder, wie der Neuzugang fälschlicherweise sagt, es läuft einem der "Mund im Wasser zusammen". Das umgedrehte Sprichwort bezieht sich natürlich nicht auf die Formstärke der Magdeburger, sondern vielmehr auf Iyohas frühere Leibspeise. Und nicht nur bei ihm, auch bei "Tusche" und seiner Tochter sind die tierförmigen Nuggets hoch im Kurs.
So oder so: Bei so viel Euphorie sind Versprecher durchaus zu verzeihen. Besonders, wenn Iyoha einen durch seine "sehr schwierige Zeit" von vor sechs Jahren noch einmal mitnimmt.
Iyoha vom Pfeifferschen Drüsenfieber erwischt
Denn dass es anfangs bei der Fortuna nicht unbedingt lief, war nicht mangelnder Qualität Iyohas geschuldet. Dass dieser in der 2. Liga treffen kann, zeigte der gebürtige Düsseldorfer im Jahr davor bei Holstein Kiel, wo er neun Treffer für die "Störche" erzielte. "Auf einmal knallte ich da so etwas um, und das kam völlig aus dem Nichts", erzählt er, als ihn das Pfeiffersche Drüsenfieber erwischte. Der Beginn einer Leidenszeit, denn: "Ich habe mich auf einmal so schlapp gefühlt im Training. Ich konnte nicht mal Fahrrad fahren. Das war ganz, ganz schlimm", so Iyoha.
Ein halbes Jahr war der Offensivmann raus. "Teilweise war für mich anstrengend, beim Zähneputzen zu stehen. Ich musste mich dabei hinsetzen (…). Das kann man sich gar nicht vorstellen, so Anfang 20 bis du topfit eigentlich, und auf einmal haut dich das da so von den Beinen, das war schon sehr, sehr schlimm", berichtet er. Umso erfreulicher ist die Entwicklung, die sowohl der FCM als auch Iyoha seit dem Sommer genommen haben.
"Schöne Situation" für Magdeburg vor dem Ost-Duell
"Ich weiß, was das jetzt gerade für eine schöne Situation ist. Wir stehen gut da. Wir haben viele Spiele gewonnen. Das fühlt sich super an", so Iyoha. Im brisanten Ost-Duell bei Dynamo Dresden (So., ab 13 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga oder im Liveticker auf skysport.de und in der Sky Sport App) sollen es idealerweise die Punkte 14, 15 und 16 werden.
Der Sieg im Elbklassiker ist das nächste klare Ziel. Doch angesprochen auf größere Träume, bleibt Iyoha demütig: "Wir haben den siebten Spieltag, da gibt es jetzt gar nichts für. Und ich glaube, es ist auch wichtig, das einfach so zu genießen, wie es jetzt gerade ist."
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