FC Bayern News: Hainer regt Debatte über Aufstieg der 2. Mannschaften an
Bayerns zweite Mannschaft in 2. Liga? FCB-Präsident: "Warum nicht?"
16.07.2020 | 19:33 Uhr
Die zweite Mannschaft des FC Bayern sicherte sich in dieser Spielzeit überraschend den Titel in der 3. Liga - und darf dennoch nicht aufsteigen. Diese Regelung sorgt bei Bayern-Präsident Herbert Hainer für Unverständnis.
"Ein Leistungssportler strebt nach dem Maximum - und will aufsteigen, wenn er aufsteigen kann. Ich denke, dass man sich da in Deutschland durchaus mal Gedanken machen sollte", sagte Hainer im aktuellen Bayern Magazin 51. Man habe zwar Verständnis dafür, "dass nicht zwei Mannschaften von einem Klub in einer Liga spielen dürfen", so der 66-Jährige. Dennoch wünscht man sich beim FC Bayern eine ähnliche Lösung wie in Spanien.
Die dortigen Regularien erlauben den Zweitvertretungen, eine Liga unter dem Profiteam an den Start zu gehen. Robert Lewandowski, Thomas Müller & Co. weiterhin an der Spitze der Bundesliga, die Bayern-Youngster in Zukunft im Unterhaus des deutschen Fußballs? "Warum denn nicht?", fragt Hainer, der im vergangenen November die Nachfolge von Bayern-Patron Uli Hoeneß übernahm.
Hainer lobt Nachwuchsarbeit des FCB
Ob zukünftig in Liga drei oder eine Etage höher - Hainer betrachtet die Entwicklung im Bayern-Nachwuchs mit Freude und lobt die Verantwortlichen ausdrücklich: "Da muss man Hasan Salihamidzic ein Riesenkompliment machen, der unsere Nachwuchsarbeit zusammen mit Jochen Sauer, dem Leiter des FC Bayern Campus, neu ausgerichtet hat." Das letzte Eigengewächs beim deutschen Rekordmeister war David Alaba, der vor rund zehn Jahren zu den Profis aufrückte.
Präsident glaubt an Triple-Sieg der Bayern
Dort ist Alaba Leistungsträger in einer starken Bayern-Saison, die mit dem Titel in der Champions League gekrönt werden soll. Präsident Hainer sieht gute Chancen auf das nächste Triple nach 2013: "Wir haben eine tolle Rückrunde gespielt, jetzt schon zwei Titel gewonnen, nur kann bei einem im K.o.-Modus durchgeführten Turnier alles passieren. Aber natürlich hat unsere Mannschaft diesen Titel im Kreuz."
Der neue Bayern-Boss äußerte sich außerdem zur Kritik an WM-Gastgeber Katar, wo die Bayern seit Jahren ihr umstrittenes Wintertrainingslager durchführen. "Die Wahrheit ist doch, dass wir genau mit unserem Anspruch auch in Katar einen Beitrag leisten, die Dinge zu verändern", sagte Hainer. Man habe bereits "vieles zum Positiven entwickelt".