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FC Bayern News: Zirkzee & Cuisance nutzen Chance nicht

Das Schaulaufen ist vorbei: Für Bayerns Leihrückkehrer wird’s eng

Florian Poenitz

29.07.2021 | 22:31 Uhr

Drei Testspiele sind vorüber, ein Weiteres steht für den FC Bayern noch auf dem Programm. Dann wird auch ein Großteil der Nationalspieler wieder ins Geschehen eingreifen. Für viele Talente ist das Schaulaufen damit erst einmal beendet. Das gilt auch für zwei Leihrückkehrer, die alles andere als überzeugen konnten.

Zwei Niederlagen und ein Remis: So lautet die bisherige Testspielbilanz des FC Bayern. In Abwesenheit der zahlreichen Nationalspieler erhielten viele Jungspunde die fast schon einmalige Chance, sich zu beweisen. Darunter auch die beiden Leihrückkehrer Joshua Zirkzee und Michael Cuisance, deren Zukunft weiter ungewiss ist.

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Rückkehrer-Duo kann in der Vorbereitung nicht überzeugen

Zirkzee hat bei den Bayern einen Vertrag bis 2023, Cuisance sogar noch ein Jahr länger. Doch die Zeichen stehen bei beiden Youngstern erneut auf Abschied. Die durchaus enttäuschenden Auftritte gegen Gladbach & Co. dürften ihre Ausgangslage nicht gerade verbessert haben.

Eine weitere Leihe oder gar Verkauf scheint immer realistischer zu werden. Dabei sind die beiden erst in diesem Sommer von ihren Leihen an die Säbener Straße zurückgekehrt. Zirkzee sollte in Parma Spielpraxis sammeln, Cuisance kickte in der vergangenen Saison bei Olympique Marseille.

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Doch der erhoffte nächste Schritt ist ausgeblieben, was auch die bisherigen Testspiele gezeigt haben. Dies ist umso bitterer, wenn man bedenkt, dass die etablierten Stammspieler erst in diesen Tagen aus dem Urlaub zurückgekehrt sind. Zirkzee und Cuisance hätten also unter dem neuen Cheftrainer Julian Nagelsmann punkten können.

Das haben sie nicht getan. Im Gegenteil. Für Zirkzee hätten die beiden vergangenen Testspiele gegen Ajax Amsterdam und Borussia Mönchengladbach wohl kaum schlimmer laufen können. Gegen die Niederländer ließ der 20 Jahre alte Stürmer eine XXL-Chance liegen, als er alleine mit dem Ball auf das leere Tor zu lief und die Kugel augenscheinlich über die Linie tragen wollte.

Nagelsmann will Situation um Zirkzee & Cuisance nicht zu ''hochhängen''

Dies ging gründlich in die Hose. Ein Ajax-Verteidiger bugsierte Zirkzee den Ball noch kurz vor der Torlinie ab. Ein Mega-Blackout, der durchaus als Arroganz-Anfall bezeichnet werden kann. Die Empörung danach war groß, vor allem in den sozialen Medien. Dort wurde der Offensivspieler mit Beleidigungen regelrecht überflutet. Daraufhin löschte Zirkzee all seine Bilder auf seinem Instagram-Account.

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Gegen Gladbach durfte der einstige Shootingstar der Bayern erneut von Anfang an ran, doch er machte abermals keine gute Figur. In der ersten Halbzeit vergab er erneut eine Großchance aus kurzer Distanz leichtfertig. Auch abgesehen davon konnte er nicht wirklich auf sich aufmerksam machen. Selbiges gilt für Cuisance, der bis auf eine gelungene Freistoß-Flanke regelrecht untertauchte.

Zum Nachlesen: So lief das Bayern-Spiel gegen Gladbach

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Nach der 0:2-Niederlage gegen die Fohlenelf nahm Nagelsmann seine beiden Schützlinge dennoch in Schutz. ''Ich will das alles nicht zu hochhängen. Das sind beides noch sehr junge Kerle, die keine leichte Situation hatten, auch in ihren Leihstationen'', entgegnete der Coach auf der obligatorischen Pressekonferenz.

Und weiter: ''Sie kommen zurück und haben natürlich den Druck, weil sie um mehr Minuten und eine bessere Ausgangslage spielen. Das musst du erstmal verarbeiten. Jeder weiß, dass diese Jungs noch Entwicklungspotenziale haben und deswegen waren sie auch verliehen. Wenn ein Spieler schon fertig ist, wird er nicht von Bayern München verliehen.''

Nationalspieler greifen wieder ins Geschehen ein

Nagelsmann mag Recht haben, doch womöglich haben sie ihre letzte Chance endgültig verspielt. Denn im abschließenden Testspiel gegen den SSC Neapel (Samstag, ab 18:00 Uhr im Liveblog auf skysport.de) werden wieder die EM-Rückkehrer zum Einsatz kommen.

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Bayern München verliert ein Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:2, aber ein Youngster sticht hervor. (Videolänge: 1:08 Minuten)

Dies hat der neue Mann an der Seitenlinie bereits angekündigt. ''Grundsätzlich ist geplant, dass alle Einsätze kriegen, die zurückgekommen sind. Stand jetzt werden alle 45 Minuten spielen, wenn sie fit und gesund sind'', betonte der Bayern-Coach.

Die zweite und teils dritte Garde wird also wieder zwangsläufig schlechtere Karten haben, wenn es darum geht, Spielzeit zu sammeln. Für Nagelsmann ist dies der letzte Test, ehe eine Woche später der Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal beim Bremer SV ansteht.

Dass man trotz drei Spielen ohne Sieg in Serie Eigenwerbung betreiben kann, haben jedoch andere Talente, wie etwa Armindo Sieb oder Timothy Tillman, bewiesen. Letztgenannter war im Test gegen Gladbach der auffälligste Akteur in der Offensive. Das Gleiche gilt für Sieb, der gegen Köln (2:3) und Ajax (2:2) einen guten Eindruck hinterließ.

Quartett zählt zu Gewinnern der Vorbereitung

Die beiden Youngster dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen festen Platz im Bayern-Kader machen. Diese Chance haben Zirkzee und Cuisance, die eigentlich in ihrer Entwicklung deutlich weiter sein müssten, verpasst. Anders kann man es nicht formulieren. Selbst längst aussortierte Spieler wie Bouna Sarr konnten in der Vorbereitung punkten.

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Auch Neuzugang Omar Richards, der zuvor in der englischen zweiten Liga unter Vertrag stand, hat sich schnell akklimatisiert und darf sich nun sogar berechtigte Hoffnung machen, in den ersten Pflichtspielen in der Startelf zu stehen. Dies ist natürlich dem geschuldet, dass Lucas Hernandez und Alphonso Davies noch bis Anfang September ausfallen. Dennoch: Richards hat die Gelegenheit beim Schopfe gepackt.

Er zählt mit Sieb, Tillman und Sarr zu den Gewinnern der Vorbereitung, was man von den vielfach erwähnten beiden Leihrückkehrern nicht behaupten kann. Das Transferfenster hat bekanntlich noch bis zum 31. August geöffnet. Und klar ist: Das Schaulaufen ist beim FC Bayern beendet.

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