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FC Bayern: So sieht die neue Hierarchie nach der Hoeneß-Zeit aus

Hoeneß dankt ab: So sieht die neue Hierarchie beim FC Bayern aus

Sport-Informations-Dienst (SID)

15.11.2019 | 18:11 Uhr

Uli Hoeneß scheidet als Bayern-Präsident und Aufsichtsratschef aus.
Image: Uli Hoeneß scheidet als Bayern-Präsident und Aufsichtsratschef aus.  © Imago

Nach dem Abschied von Präsident Uli Hoeneß bekommt Bayern München eine neue Hierarchie.

Herbert Hainer - der neue Präsident

Der neue Präsident ist ein Freund von Hoeneß - dessen Marionette will der 65-Jährige nicht sein. Als ehemaliger Vorstandschef bei adidas habe er "bewiesen, dass ich einen international agierenden DAX-Konzern erfolgreich führen kann", sagt Hainer. Er sei mit Hoeneß nicht immer einer Meinung, wolle aber auf den Rat des Vorgängers hören.

Ansonsten plant der Niederbayer, seinen eigenen Führungsstil zu prägen, und dieser ist wesentlich zurückhaltender. Wöchentliche Kommentare zum sportlichen Geschehen will sich Hainer verkneifen, im Klub gäbe es genügend Fußball-Kompetenz.

So läuft die letzte Bayern-JHV mit Hoeneß als Präsident ab

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Ein letzter großer Auftritt: Patron Uli Hoeneß will den emotionalen Abschied von seiner Familie Bayern München zelebrieren. Die Olympiahalle soll "auseinanderplatzen".

Karl-Heinz Rummenigge - der (Noch-)Vorstandschef

Mit Hoeneß geht dem Vorstandschef ein Freund verloren - allerdings einer, an dem er sich immer wieder und teilweise heftig rieb. Der 64-Jährige könnte Hoeneß' Abgang nutzen, um seine Macht im Klub auszuweiten, etwa bei der Trainersuche.

Ende 2021 läuft dann auch seine Zeit beim FC Bayern ab, er habe "kein Problem damit", seinen Platz zu räumen, sagte er dem SID. Seinen Erben Oliver Kahn halte er für "fähig", sagte Rummenigge, aber: "Er muss ins kalte Wasser springen."

Oliver Kahn - der angehende Vorstandschef

Der langjährige Kapitän kehrt zum 1. Januar als einfaches Vorstandsmitglied zu "seinem" Verein zurück, Hoeneß sieht ihn als "Hoffnungsträger". Rummenigge soll den 50-Jährigen in einer Anlernphase auf seine Nachfolge vorbereiten, die er am 1. Januar 2022 antritt.

3:10
In diesem Video (Länge: 3:10 Minuten) spricht Sky Reporter Uli Köhler über den Abschied von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern.

Kahn gilt aber als Hoeneß-Mann, will die Bayern in dessen Geiste führen. Dass er auch eigene Akzente setzen kann, hat er zuletzt in der Trainerfrage bewiesen, als Kahn den (noch) Verantwortlichen klare Empfehlungen gab.

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Hasan Salihamidzic - vom Sportdirektor zum Sportvorstand

Fast noch wichtiger als der für Kahn vorgesehene Posten ist das Amt, das Salihamidzic ab Juli 2020 bekleiden soll: Als Sportvorstand ist der 42-Jährige dann noch stärker als bisher in seiner Funktion als Sportdirektor für die Strategie verantwortlich.

Wie soll die Mannschaft aussehen? Welche Spieler holen wir zu welchem Preis? Für welche Spielphilosophie soll der FC Bayern stehen? Und welcher Trainer passt dazu? Zumindest Hoeneß ist sich sehr sicher, dass Salihamidzic die richtigen Antworten finden wird.

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Mister X - der neue Trainer

Die Trainerfrage ist die erste, die es zu klären gilt. Interimscoach Hansi Flick soll zwar "bis auf Weiteres" bleiben, wie es von den Bayern-Bossen heißt. Spätestens im Sommer aber will der deutsche Rekordmeister einen neuen Mann präsentieren.

Wer ernsthaft hofft, dass dieser Mister X Pep Guardiola heißen wird, dürfte enttäuscht werden. Die aktuell wahrscheinlichste Variante scheint Erik ten Hag von Ajax Amsterdam. Auch Thomas Tuchel von Paris St. Germain bleibt ein Kandidat.

Uli Hoeneß - der scheidende Präsident

Niemals geht man so ganz - der alte Schlager von Trude Herr wird auch für Patron Hoeneß gelten. "Sie brauchen sich keine Sorgen machen, von mir wird schon noch was zu hören sein", hat der 67-Jährige bereits für die Zeit nach seinem Abschied angekündigt. Sollte er seine Bayern-Familie bedroht sehen, werde er sie "wie eine Glucke" verteidigen, auch die legendäre "Abteilung Attacke" werde dann wieder austeilen.

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Seinen Klub weiß Hoeneß bei Hainer und Co. einstweilen in besten Händen - die meisten Stühle hat er schließlich höchstpersönlich besetzt. Er selbst behält immerhin seinen Platz als einfaches Aufsichtsratsmitglied bis mindestens 2023.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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