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FC Bayern: Wer ersetzt Robert Lewandowski?

Lewandowski-Ersatz: "Falsche Neun" oder Youngster-Lösung?

Lucia Hauck

03.03.2020 | 21:01 Uhr

Joshua Zirkzee (l.), Serge Gnabry (M.) und Thomas Müller (r.) könnten den verletzten Robert Lewandowski vertreten. Quelle: getty/sky
Image: Joshua Zirkzee (l.), Serge Gnabry (M.) und Thomas Müller (r.) könnten den verletzten Robert Lewandowski vertreten. Quelle: getty/sky

Beim FC Bayern ist das Worst-Case-Szenario eingetreten: Star-Stürmer Robert Lewandowski ist verletzt, fällt voraussichtlich vier Wochen aus. Trainer Hansi Flick steht nun vor der großen Frage: Wer soll die Lücke füllen?

Sky Reporter Uli Köhler bringt das Kernproblem nach dem Verletzungsschock um Robert Lewandowski auf den Punkt: "Es gibt eigentlich keinen Backup auf diesem Niveau - oder nur halbwegs auf diesem Niveau." Und tatsächlich hat der Rekordmeister neben dem Polen keinen weiteren gelernten Mittelstürmer auf Bundesliga-Niveau im Kader.

Robert Lewandowski 0:38
Schlechte Nachrichten für den FC Bayern. Torjäger Robert Lewandowski hat sich im Spiel gegen den FC Chelsea verletzt und fällt mehrere Wochen aus (Video-Länge: 38 Sekunden).

Bayern-Coach Flick bleiben daher nur zwei Optionen: Ein System mit einer "falschen Neun" oder ein Youngster im Sturmzentrum. Sky Sport gibt einen Überblick über die Alternativen.

Option 1: "Falsche Neun"

Serge Gnabry

Der 24-Jährige ist aktuell in Top-Form. In den vergangenen drei Pflichtspielen erzielte Gnabry fünf Tore und bereitete zwei vor. Damit wäre er zumindest in puncto Torgefahr die logische Wahl als Lewandowski-Backup. Allerdings besticht der Rechtsfuß vor allem mit seiner Schnelligkeit und Dribblingstärke - Qualitäten, die er im Sturmzentrum nicht gleichermaßen ausspielen kann.

Bei den Bayern kam Gnabry bisher nur einmal in der Spitze zum Einsatz, konnte beim mühsamen Pokal-Erfolg gegen den VfL Bochum (2:1) trotz Treffers in der Rolle des Mittelstürmers aber nur bedingt überzeugen.

Sky Reporter Uli Köhler erinnert allerdings daran, dass Gnabry in der deutschen Nationalmannschaft als "falsche Neun" durchaus funktioniert. "Das macht er dort ja auch sehr gut, wenn er ein bisschen von hinten heraus kommt", so Köhler. Sieben Tore und zwei Assists in den letzten fünf Einsätzen als DFB-Mittelstürmer sprechen jedenfalls für sich.

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Sky Reporter Uli Köhler geht die Kandidaten für den Rolle des Lewandowski-Backups durch. (Video-Länge: 01:47 Min.)

Thomas Müller

In der Vergangenheit half Müller schon öfter im Sturmzentrum der Münchner aus, betonte jedoch immer wieder, dass er sich als hängende Spitze deutliche wohler fühle. Wirklich entfalten kann sich der 30-Jährige nur, wenn er genügend Freiheiten in seinem Positionsspiel bekommt.

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In dieser Saison lief Müller nur einmal als Mittelstürmer auf, als er am 5. Spieltag gegen den 1. FC Köln für Lewandowski eingewechselt wurde.

Option 2: Youngster als Sturmspitze

Joshua Zirkzee

Als Joker hat Zirkzee seine Stürmerqualität bereits eindrucksvoll bewiesen. Mit seinen ersten beiden Ballkontakten in der Bundesliga erzielte der Niederländer zwei Tore. Über drei Kurzeinsätze (insgesamt elf Minuten) im deutschen Oberhaus und je einem im DFB-Pokal und der Champions League kam der 18-Jährige bisher aber noch nicht hinaus.

Köhler warnt daher davor, zu viel vom Youngster zu erwarten. "Flick gibt ihm die Chance, ab und zu zu spielen. Aber für die ganz großen Spiele und auf Dauer? Da habe ich so meine Zweifel."

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Fiete Arp

Der 20-Jährige war im Sommer als große Nachwuchshoffnung zum FC Bayern gekommen, verschiedene Verletzungen warfen den Neuzugang vom Hamburger SV allerdings zurück, weshalb er weiter auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz für den Rekordmeister wartet.

Kwasi Wriedt

Mit Wriedt zaubert Köhler noch einen unerwarteten Namen aus dem Hut: "Der schießt in der zweiten Mannschaft viele Tore." 17 Treffer an der Zahl erzielte der 25-Jährige in der laufenden Spielzeit für die zweite Mannschaft der Bayern.

Bundesligaluft durfte Wriedt in der vergangenen Saison unter Niko Kovac bei der 1:2-Niederlage in Mönchengladbach schnuppern. Bei Flick spielt der gebürtige Hamburger, der die Bayern im Sommer verlassen wird, derzeit aber keine Rolle.

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