FIFA Frauen WM: Sky zeigt die Stimmung in Neuseeland
Kia Ora aus Neuseeland!
20.07.2023 | 08:55 Uhr
Sky Expertin Julia Simic und Stefanie Mirlach, U20-Weltmeisterin von 2010, sind ans andere Ende der Welt gereist, um den Frauenfußball in Neuseeland und Australien zu erkunden und die verschiedenen Themen rund um die dort am Donnerstag beginnende FIFA Frauen WM zu dokumentieren.
Zu sehen sind ihre Erkenntnisse ab Ende August in der dritten Episode der Dokuserie Female Football Around the World, bei Sky und frei verfügbar via skysport.de und dem Sky Sport Youtube Channel.
Nach den ersten Tagen vor Ort in Neuseeland geben Julia und Stefanie uns einen ersten Auszug ihrer Erlebnisse und haben dabei fünf Fragen beantwortet.
Wie läuft es mit der Zeitumstellung?
Top - wir haben es geschafft nach der Landung früh morgens den Tag ohne Einschlafen durchzuhalten, hatten dann am zweiten Tag direkt das ganztägige Fußballcamp mit den Mädchen, welches uns auf den Beinen gehalten hat und sind seitdem in einem effektiven Rhythmus aus Früh schlafen gehen (das heißt ca. 20 Uhr ð) und früh aufstehen.
Wie gefällt euch Neuseeland?
Zunächst einmal ist die Landschaft natürlich sehr beeindruckend und vielfältig mit Vulkanen, unendlich grünen Wiesen, tollen Stränden, Bergen und Wasser. Dann muss man die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Menschen hier hervorheben. Von unserem Kameramann über die Interviewpartner bis hin zu den Eltern der Fußballcamp-Mädchen geben sich alle die größtmögliche Mühe uns alles zu erklären, ermöglichen und sind zeitgleich erkennbar dankbar, dass wir in ihr Land gereist sind und ihre Geschichten in die Welt tragen möchten.
Wie präsent ist der (Frauen-) Fußball in Neuseeland?
Eine deutliche Erkenntnis unseres Aufenthalts hier ist: Es gibt so viel zu entdecken und so viele verschiedene Sportarten auszuüben (und alle sind in der Tat sehr sportlich), sodass sich der Fußball dem unterordnet und wenig populär ist. An erster Stelle stehen Rugby und Cricket plus Netball im Bereich der beliebtesten Frauensportarten.
Es gibt im Frauenfußball in Neuseeland eine eigene Premier-League, die sich in die verschiedenen geografischen Zonen aufteilt. Diese lässt sich aber als absolute Amateurliga beschreiben, in der die Spielerinnen Fußball mehr als Hobby betreiben. Lediglich das Team der Wellington Phoenix nimmt an der professionelleren australischen A-League teil, analog des Männerteams. Wenn man es hier als Fußballer oder Fußballerin schaffen will, muss man das Land also verlassen - entweder nach Australien als Next Step oder direkt nach Europa, wo viele von England oder Deutschland träumen. Diese Ligen werden nämlich auch hier bei den Fußballfans verfolgt.
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Wie lief euer Mädchencamp - habt ihr Talente entdeckt?
Es waren rund 50 Mädchen im Alter von 8-14 Jahren beim Camptag in Cambridge mit uns dabei. Viele sind rund 3-4 Stunden mit dem Auto gefahren, um die Möglichkeit eines solchen spezifischen Mädchentrainings zu haben - denn solche Angebote sind eher rar. Und so war auch die Motivation, Lernbereitschaft und Begeisterung der Mädchen absolut herausragend und wir hatten einen sonnigen, intensiven Tag mit vielen strahlenden Gesichtern. Ein paar der Mädchen hatten sogar extra Deutschland-Trikots an, die sie - laut Aussagen der Eltern - bereits seit Tagen bereitgelegt hatten. Sie freuen sich alle sehr auf die WM, um ihre Idole - zumeist Spielerinnen aus den USA wie Alex Morgan & Co. - in ihrem Heimatland spielen zu sehen.
Wie lässt sich die neuseeländische Fußballkultur beschreiben?
Die Neuseeländer sind grundsätzlich ein sehr entspanntes Volk und gelten allgemein als offen, interessiert, bescheiden und von Grund auf positiv. Was sich nach den Eindrücken aus unseren Unterhaltungen auch auf die Fußballkultur übertragen lässt: man geht es also eher gemütlich an, sodass zum einen erst relativ zeitnah zum Kick-off und spontan Tickets für ein Spiel gekauft werden und auch wenig im Vorfeld über das Spiel gesprochen wird.
Wenn es dann losgeht, lassen sie sich aber begeistern - auch wenn man Gesänge oder völlig ekstatische Fanmassen eher selten vorfindet. Und wer nicht vor Ort ist, schaut gemütlich zu Hause auf dem Sofa mit Familie oder Freunden - Public Viewing ist auch nicht so ihr Ding (liegt evtl auch daran, dass es hier auch Winter ist).
Wir werden uns von der Stimmung und ihrer Begeisterungsfähigkeit nun einfach beim Eröffnungsspiel in Auckland selbst ein Bild machen und euch berichten!
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