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Fortuna Düsseldorf: Auf Abstiegs-Trauer folgt XXL-Umbruch

Auf Abstiegs-Trauer folgt bei Düsseldorf der XXL-Umbruch

Sport-Informations-Dienst (SID)

28.06.2020 | 15:33 Uhr

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Das bedeutet der Abstieg für Fortuna Düsseldorf

Mit einem ängstlichen Saisonfinale hat sich Fortuna Düsseldorf selbst um die Chance auf den Klassenerhalt gebracht. Ein großer Umbruch steht bevor, der Trainerposten wird aber nicht neu besetzt.

Am Montag trauern die Absteiger ein letztes Mal gemeinsam über die leichtfertig vergebene Relegations-Chance. Danach beginnt bei Fortuna Düsseldorf der XXL-Umbruch. "Wir werden uns nochmal treffen und verabschieden, und dann brauchen wir im Urlaub alle ein bisschen Abstand", sagte Trainer Uwe Rösler. Für die meisten wird es ein Abschied für immer - der Coach aber bleibt.

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Auch mit dem Makel des Absteigers soll Rösler in der 2. Liga die schwierige Mission Wiederaufstieg leiten - "selbstverständlich", wie Sportvorstand Uwe Klein nach dem bitteren 0:3 (0:1) im Saisonfinale bei Union Berlin betonte. Rösler verspürte zwar im ersten Moment "eine unheimliche Leere", im zweiten aber auch schon eine gewisse Angriffslust.

Rösler will es nächste Saison "wiedergutmachen"

"Ich freue mich auf die nächste Saison", sagte der 51-Jährige, "auf die Chance, es wiedergutzumachen, zu kämpfen." Und zu improvisieren. "Wir müssen eine neue Mannschaft bauen, es wartet viel Arbeit auf uns im Sommer." 17 (!) Spielerverträge laufen aus, und der Verbleib von Leistungsträgern wie Kaan Ayhan ist ungewiss. "Die Planung muss jetzt schon beginnen", forderte Rösler.

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Düsselsdorfs Trainer Uwe Rösler hat die Mission Klassenerhalt nicht geschafft

Beim Neuaufbau nach dem sechsten Bundesliga-Abstieg der Klubgeschichte dürfte es wenig hilfreich sein, wenn sich Röslers Vorgänger stets zu Wort meldet. Friedhelm Funkel, unter dem Fortuna in 19 Spielen nur 15 Punkte geholt hatte, sprach via Bild Live von einem "völlig unnötigen Abstieg" und kritisierte die Leistung im Saisonfinale: "Die Mannschaft hat es zu keiner Phase geschafft, das abzurufen, wozu sie imstande ist."

Funkel "fassungslos" von "unnötigen Abstieg"

Er sei "immer noch fassungslos", in den nächsten Tagen werde es ihm "nicht gut gehen". Dass sich Funkels Vertrag im Falle eines Klassenerhalts um ein Jahr automatisch verlängert und ihm geschätzt eine halbe Million Euro eingebracht hätte, sei aber kein Grund für seinen Ärger, betonte der Ex-Trainer.

Rösler holte im Schnitt zwar auch nur einen Punkt pro Spiel, doch unter der Regie des ehemaligen Profis war deutlich mehr Feuer im Fortuna-Spiel - nur eben nicht in den zwei letzten Partien gegen den FC Augsburg (1:1) und bei Union. Rösler war dennoch stolz: "Seit ich hier durch die Tür gekommen bin, hat die Mannschaft mir alles gegeben, wir haben am Limit gespielt, uns aber teilweise nicht belohnt."

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Köln bietet desolate Leistung

Dass ausgerechnet der Rhein-Rivale 1. FC Köln mit einer desolaten Vorstellung bei Werder Bremen (1:6) das Zünglein an der Waage war, störte Rösler angeblich nicht. "Ich habe immer gesagt: Selbst ist der Mann."

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Abgeschnitten von ihren Fans suchten die Düsseldorfer Männer Trost bei ihren Liebsten. "Dann kommt ein gestandener und starker Mann nach Hause, nimmt seine Kinder in den Arm und weint", schrieb Janine Hennings bei Instagram über ihren Ehemann Rouwen. Der 32-Jährige spielte mit 15 Ligatreffern die Saison seines Lebens - und steigt am Ende trotzdem ab. "So ist Fußball", schrieb seine Frau treffend, "heute bist du der Star, morgen ist alles schlecht."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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