Grischa Prömel zum VfB Stuttgart: Ein Transfer für Herz und Verstand
Der Wechsel von Grischa Prömel zum VfB Stuttgart ist ein Leckerbissen für alle Fußballromantiker, insbesondere diejenigen, die es mit dem VfB halten.
21.07.2026 | 19:45 Uhr
Der 31-Jährige ist in Bad Cannstatt geboren und in Esslingen - nur wenige Kilometer von der MHP-Arena entfernt - aufgewachsen.
Dort erlebte er auch sein erstes Spiel im Stadion. "Papa ist VfB-Fan und häufig im Stadion. Dem hat es auch mal wehgetan, in die anderen Stadien zu fahren. Er freut sich am meisten", verrät Prömel, dessen gesamte Familie es mit den Weiß-Roten hält. "Wenn man so nah zum VfB aufwächst, gibt es auch nur den VfB. Mit meinen beiden Brüdern war ich früher auch im Stadion, das war sehr eindrucksvoll."
Die Verbundenheit zu den Schwaben war für Prömel einer der entscheidenden Gründe für seinen Wechsel. Der Transfer des Mittelfeldmotors macht für die Stuttgarter aber nicht nur aus emotionaler Sicht Sinn. Einen Spielertypen wie Prömel hat der VfB so noch nicht im Kader.
Prömel ein klassischer Box-to-Box-Mittelfeldspieler
Defensiv geht der ehemalige Nationalspieler kompromisslos zu Werke, bringt als klassischer Box-to-Box-Mittelfeldspieler aber auch viel Antrieb nach vorne und Gefahr im letzten Drittel mit. "Vielleicht ist er das Puzzle-Teil, das uns bis jetzt gefehlt hat", freut sich Trainer Sebastian Hoeneß. "Seine Torgefahr aus dem Mittelfeld ist etwas, das wir gut gebrauchten können. Das gilt natürlich auch für seine athletische Komponente, er ist unglaublich lauf- und zweikampfstark."
Trotz der Konkurrenz mit Regisseur Angelo Stiller, Kapitän Atakan Karazor und Youngster Chema Andres soll Prömel bei den Stuttgartern in der kommenden Saison eine tragende Rolle einnehmen - nicht nur auf dem Platz, sondern auch als Führungsfigur in der Kabine.
VfB-Boss lobt Prömel
"Ich glaube, dass Grischa zu den erfahrensten Spielern der Bundesliga gehört. Es ist jetzt schon spürbar, dass da einfach ein gestandener Mann in unseren Reihen ist, der uns auf dem Platz sehr, sehr viel geben wird", erwartet Hoeneß. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ergänzt: "Er ist jemand, der, auch wenn es mal nicht so gut läuft, an den Ketten zerrt und als Vorbild vorangeht. Deshalb sind wir froh, ihn bei uns zu haben."
Seine ersten Minuten im Brustring hat der 31-Jährige am Wochenende bereits gesammelt. Beim 7:0 Testspielsieg gegen Oberligist TSG Balingen stand Prömel in der Startelf, wurde wie die gesamte Mannschaft allerdings zur Pause ausgewechselt.
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.