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Bundesliga: Bayern München - 1. FC Nürnberg 3:0

Gute Laune auf Bayerns Weihnachtsfeier - nur BVB nervt

09.12.2018 | 10:41 Uhr

Der FC Bayern feiert nach dem Sieg gegen Nürnberg eine fröhliche Weihnachtsfeier.
Image: Der FC Bayern feiert nach dem Sieg gegen Nürnberg eine fröhliche Weihnachtsfeier. © Getty

Nach dem dritten Sieg in Serie verbringt Bayern München eine "entspannte" Weihnachtsfeier. Nur Rivale Dortmund stört die Party.

Die Stimmung auf der Weihnachtsfeier von Bayern München war locker und gelöst. "Wir haben das Spiel gewonnen und können ein bisschen entspannen", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic über die Party in der Nobel-Location Palais Lenbach am Stachus. Dass beim deutschen Rekordmeister nach dem 3:0 (2:0) im 190. bayerisch-fränkischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg trotzdem wenig auf eine vorweihnachtliche Bescherung hindeutete, lag an Borussia Dortmund.

Der BVB "marschiert", musste Salihamidzic einigermaßen konsterniert zugeben, "es sieht gut aus, wie sie spielen. Kompliment, wie die das machen!" Dortmund, sagte Trainer Niko Kovac, "macht im Moment keine Fehler". Und deshalb ist die Lage nun so, wie Thomas Müller sie zusammenfasste: "Es hat sich nicht geändert." Noch immer hat der Titelverteidiger neun Punkte Rückstand auf den souveränen Bundesliga-Tabellenführer.

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Die Stimmen zum Spiel Bayern München gegen 1. FC Nürnberg

Neuer drückte Schalke die Daumen

"Wir hätten es gerne gesehen, wenn Schalke noch den Ausgleich geschossen hätte", sagte Kapitän Manuel Neuer mit Blick auf das Revierderby, "aber die Schalker werden diejenigen sein, die sich am meisten ärgern." Die Bayern aber teilten deren Leid, und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich an eigenen Stärken zu ergötzen.

Es stand ja einiges auf der Habenseite: Dritter Pflichtspielsieg in Serie, erster Heimerfolg in der Liga nach fast drei Monaten, erstmals seit neun Begegnungen zu null. "Wir hatten Spaß miteinander", sagte Müller, Salihamidzic ergänzte: "Es sieht gut aus. Wir lassen den Ball besser laufen, nutzen unsere Chancen, stehen hinten besser, verteidigen alle zusammen, haben mehr Selbstbewusstsein." Ist die Krise überwunden? "Welche Krise?", sagte Salihamidzic und lachte.

Arjen Robben genießt die Weihnachtsfeier des FC Bayern.
Image: Arjen Robben genießt die Weihnachtsfeier des FC Bayern. © Getty

Doppelpack von Lewandowski

Er wusste wohl, dass es anderer Gegner bedarf, um diese Frage abschließend beantworten zu können, als es ein kaum bundesligataugliches Nürnberg war oder zuletzt Bremen und Lissabon. "Nürnberg hat keinen Fußball gespielt", sagte Doppeltorschütze Robert Lewandowski (9. und 27.). Und doch: Die Bayern wähnen sich wieder auf dem richtigen Weg. "Wir haben wieder unseren Rhythmus, die Automatismen kommen, du kannst wieder Dinge mit geschlossenen Augen machen", sagte Lewandowski.

Kovac hat daran Anteil. Weil er die Rotation außer Kraft setzte. Weil er mit der Doppelsechs kompakter und mehr durch die Mitte spielen lässt. Und weil er Müller in die Zentrale beorderte. Dadurch, sagte Lewandowski erfreut, "haben wir im Strafraum mehr Optionen". Eine ist Franck Ribery, der den Endstand markierte (56.).

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Nürnbergs Auftritt war ernüchternd

"Die Mannschaft hat sich gefunden, da steckt viel FC Bayern drin", sagte Salihamidzic, "aber wir wollen weitermachen." Zunächst in der Champions League am Mittwoch (ab 20:55 Uhr live auf Sky) bei Ajax Amsterdam, wo ein Remis zum Gruppensieg reichen würde. Platz eins "ist wichtig für uns", sagte der Sportchef, der erneut Wintertransfers in Aussicht stellte. "Wir versuchen, sind an mehreren Sachen dran", sagte er.

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Zugänge stünden auch dem FCN gut zu Gesicht, der Auftritt von München war ernüchternd. "Zu große Ehrfurcht", machte Trainer Michael Köllner bei seiner Mannschaft aus. Weil Fabian Bredlow erneut äußerst verunsichert wirkte, wollte Köllner einen abermaligen Torwartwechsel nicht ausschließen.

Ob mit oder ohne Bredlow - am Freitag gegen den VfL Wolfsburg "werden wir ein anderes Gesicht zeigen", meinte Köllner. Oder, wie Offensivspieler Sebastian Kerk die Lage zusammenfasste: "Scheiße, aber geht weiter." (sid)

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