Hamann und Daum haben kein Verständnis für umstrittenen Handelfmeter gegen BVB

Strittige Elfer-Szene um BVB: Hamann & Daum fordern Regeländerung

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Nach Videobeweis erkennt der Schiedsrichter früh ein Handspiel von Marius Wolf, Marmoush verwandelte den fälligen Strafstoß für die SGE eiskalt - und Sky Experte Didi Hamann kritisiert diese Entscheidung.

Auf dem Spielfeld wurde schon fleißig darüber diskutiert. Und auch bei Sky90 - die Fußballdebatte ist die Aufregung groß über den für Eintracht Frankfurt gegebenen Elfmeter, bei dem BVB-Verteidiger Marius Wolf den Ball aus kürzester Distanz an die Hand gespielt bekommt.

Was war passiert? Nach der Parade von Gregor Kobel möchte Marius Wolf die Situation im Strafraum von Borussia Dortmund löschen und den Ball wegschlagen. Beim Ausholen kommt aber Frankfurts Ansgar Knauff zuerst an den Ball und spielt die Kugel aus kürzester Distanz an den abgespreizten Arm von Wolf.

Schiedsrichter Robert Schröder schaute sich die Szene auf Anraten des Videoassistenten selbst am Bildschirm an und entschied auf Elfmeter. Omar Marmoush versenkte den Strafstoß sicher und brachte Eintracht Frankfurt in Führung. Am Ende trennten sich die Adler und Borussen mit 3:3.

Schlotterbeck: "Er muss ihn nach den Regeln leider geben"

Bereits auf dem Spielfeld, aber auch nach dem Abpfiff, sorgt die Handelfmeterszene für Diskussionen. "Er ist in der Ausholbewegung", nannte Dortmunds Nico Schlotterbeck seinen Grund, weswegen es sich in der Szene um eine natürlich Bewegung handelt: "Der Schiedsrichter hat mir während des Spiels erklärt, dass er ihn nach den Regeln leider geben muss." Verstehen würde er diese Auslegung allerdings nicht.

Im Studio von Sky90 - die Fußballdebatte erhitzte die Szene ebenfalls die Gemüter - besonders die von Sky Experte Didi Hamann und Trainer-Ikone Christoph Daum. "Ich weiß nicht, wie man so einen Elfmeter geben kann. Er will den Ball wegschlagen - und dann sind wir wieder bei Körpervergrößerung und unnatürliche Armhaltung. Dann soll mal einer von den Schiedsrichtern versuchen, den Ball wegzuschlagen. Da geht automatisch der linke Arm nach oben", echauffierte sich Hamann.

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Daum und Hamann plädieren für neue Elfmeterauslegung

Daum pflichtete dem Ex-Profi bei - "das ist überhaupt kein Elfmeter" - und plädierte: "Hier müssen wir dringend nochmal die Elfmeterauslegung im Schiedsrichterwesen diskutieren. Solche Handelfmeter sollte es in Zukunft nicht mehr geben." Der einstige Meistertrainer des VfB Stuttgart von 1992 setzt sich für die Aufnahme von ehemaligen Spielern ein, die "diese Situationen nachvollziehen können".

Hamann stößt ins gleiche Horn und sieht den Fehler weniger bei den Schiedsrichtern auf dem Feld, sondern eher bei denjenigen, die über die Auslegung und Regeln bei solch strittigen Szenen entscheiden.

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"Jede Änderung wurde von Offiziellen, Theoretikern und Wissenschaftlern gemacht. Da müssen wir die Aktiven hinzunehmen, die müssen die Regeln machen. Denn die wissen, was strafbar ist und strafbar sein sollte oder nicht. Jede Regeländerung, die jetzt gemacht wurde, wurde von Schiedsrichtern gemacht oder Theoretikern. Und mit jeder neuen Klausel bei dieser Handregel wurde es konfuser. Die Schiedsrichter wissen es ja mittlerweile selbst nicht. Da müsste dringend etwas gemacht werden", sagte Hamann.

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