HSV-Boss Heribert Bruchhagen bricht Lanze für Carlo Ancelotti
Samstag live auf Sky: Hamburger SV empfängt FC Bayern
20.10.2017 | 12:20 Uhr
Heribert Bruchhagen spricht im exklusiven Interview mit Sky Sport News HD über das Wiedersehen mit Jupp Heynckes, die Entlassung von Carlo Ancelotti, die Chancen des HSV gegen den FC Bayern sowie Trainer Markus Gisdol.
Am Samstag trifft der Hamburger SV im bwin-Topspiel (ab 17:30 Uhr LIVE und EXKLUSIV auf Sky) auf den FC Bayern. Bruchhagen sieht den derzeitigen Tabellen-15. trotz sechs siegloser Spiele in Folge nicht chancenlos gegen den deutschen Rekordmeister: "Hoffenheim hat gezeigt, dass man Bayern Paroli bieten kann." Dazu brauche man "Geschlossenheit, eine gute Physis, Willenskraft und natürlich auch Fortune".
Der 69-Jährige erinnert an den Auftritt aus der vergangenen Saison. Damals kassierte der HSV erst in der 88. Minute das 0:1 durch Joshua Kimmich: "Der FC Bayern war turmhoch überlegen. Aber trotzdem hätte das Spiel 0:0 ausgehen können - das war zum Greifen nah. Eine Chance auf Punkte hat man in jedem Bundesliga-Spiel."
Außerdem sieht er einen Vorteil bei den Hanseaten: "Außenseiter zu sein im eigenen Stadion ist eine doch relativ angenehme Situation."
Bruchhagen fuhr als Jugendlicher wegen Heynckes zum Bökelberg
An Bayern-Rückkehrer Heynckes hat Bruchhagen ganz besondere Erinnerungen. "Als 15-, 16-Jähriger bin ich schon zum Bökelberg gefahren. Er war ein tolles Vorbild, was sein ganzes Verhalten und seine Sportlichkeit angeht."
Dennoch stärkt der HSV-Boss Heynckes' Vorgänger den Rücken: "Ancelotti ist ein Großartiger. Er hat eine tolle Karriere hinter sich. Das kommt mir manchmal ein bisschen zu kurz. Es hat halt nicht gepasst beim FC Bayern, dann hat man gewechselt. Aber jetzt Heynckes im hohen Stil zu loben und Ancelotti herunterzufahren, das sind Geschichten, die mir nicht imponieren."
HSV-Boss steht zu Trainer Gisdol
Trotz des Hamburger Negativlaufs mit nur zwei Siegen aus acht Spielen, will Bruchhagen keine Trainerdiskussion zulassen. "Wir sind uns im Klaren, dass wir uns verbessern müssen, Geschlossenheit finden müssen. Aber wir haben keinen Zweifel an den Qualitäten unseres Trainers", erklärt der 69-Jährige.
Ein Heimsieg gegen den FC Bayern würde aufkeimende Diskussionen direkt ersticken.