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Impf-Eklat: DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Markus Anfang

Funktionsverbot droht! Auch DFB ermittelt gegen Anfang

Sky Sport

24.11.2021 | 12:23 Uhr

Gegen Markus Anfang wird derzeit ermittelt.
Image: Auch der DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Markus Anfang.  © DPA pa

Der Eklat um Markus Anfang wird immer größer. Nachdem die Staatsanwaltschaft neue Beweise wegen eines vermeintlich gefälschten Impfpasses vorgebracht hat, ermittelt auch der DFB-Kontrollausschuss.

Die DFL und der DFB haben eigene Ermittlungen gegen den zurückgetretenen Werder-Coach Anfang aufgenommen. Bestand dieser ist der mögliche Verstoß gegen die Hygienevorschriften der DFL, die mit einer Fälschung des Impfnachweises in Zusammenhang stehen. Dies habe der Vorsitzende des Ausschusses Anton Nachreiner dem Kicker bestätigt.

Demnach drohe Anfang neben einer Geldstrafe auch ein mögliches Funktionsverbot. Dies würde bedeuten, dass der 47-Jährige zumindest über einen bestimmten Zeitraum hinweg kein offizielles Trainer- oder Funktionärsamt mehr übernehmen dürfte.

Staatsanwaltschaft legt erdrückende Beweise offen

Ob es dazu kommt, hängt wohl vor allem mit dem Ergebnis der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Anfang ab. Am Montag waren neue, erdrückende Beweise in Bezug auf einen gefälschten Impfpass des Coaches offengelegt worden. In einem Gespräch mit Sky erklärte Oberstaatsanwalt Frank Passade, dass die Chargennummern beider Impfungen grobe Unstimmigkeiten aufweisen.

"Die im Impfausweis dokumentierte Chargennummer der ersten Impfung ist nie in einem Impfzentrum verimpft worden", legt Passade offen und führt aus: "Die Chargennummer der zweiten Impfung ist nicht am dokumentierten Tag verimpft worden."

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Werders Finanzchef Klaus Filbry spricht über den Rücktritt von Markus Anfang (Videolänge: 46 Sekunden).

Registrierung fehlt: Anfang droht sogar Bewährungsstrafe

Obendrein fehle Anfang im Register des Impfzentrums in Köln, in welchem sich der 47-Jährige laut eigener Aussage habe impfen lassen. "Es fällt schwer zu glauben, dass jemand geimpft worden ist, aber EDV-technisch überhaupt nicht erfasst worden ist", meint der Oberstaatsanwalt.

Die Schlussfolgerung, dass damit belegt sei, dass Anfang gelogen habe und nicht geimpf sei, "kann man durchaus ziehen", erklärt Passade abschließend. Der Staatsanwalt selbst wolle sich allerdings noch nicht festlegen und vermied eine persönliche Einschätzung zur Sachlage.

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Hat Anfang die Dokumente gefälscht, drohen ihm eine Geldstrafe sowie eine mögliche Bewährungsstrafe von bis zu einem Jahr. Ein Funktionsverbot durch DFL und DFB nicht zu vergessen.

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