Infantino stellt klar: Iran nimmt an WM 2026 in den USA teil
Ist der Iran trotz des Kriegs mit den USA bei der Fußball-WM dabei? FIFA-Präsident Gianni Infantino trifft eine klare Aussage.
30.04.2026 | 20:18 Uhr
Trotz geopolitischer Spannungen und anhaltender Sicherheitsdebatten hat FIFA-Präsident Gianni Infantino ein deutliches Signal gesetzt. Der Iran wird bei der WM 2026 antreten – und seine Spiele auch in den USA austragen. Für den FIFA-Chef kommt ein Ausschluss nicht infrage.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat zum Auftakt des FIFA-Kongresses in Vancouver unmissverständlich klargestellt, dass der Iran an der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen wird. Trotz des militärischen Konflikts zwischen Iran und den USA gebe es für ihn keinen Zweifel am Verbleib des Teams im Turnier.
"Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt", sagte der Schweizer. Der Iran werde nicht nur bei der WM dabei sein, sondern auch Spiele auf US-amerikanischem Boden absolvieren. "Natürlich wird der Iran in den USA spielen", so Infantino.
Spannungen zeigen sich außerhalb des Spielfelds
Bereits zwei Wochen zuvor hatte der FIFA-Chef betont, dass der Iran "auf jeden Fall" an der WM teilnehmen werde. Diese Haltung steht im Kontrast zu Äußerungen aus den USA: Präsident Donald Trump hatte im März öffentlich von einer Teilnahme des Iran abgeraten und Sicherheitsbedenken geäußert. Außenminister Marco Rubio erklärte zwar, die Entscheidung liege beim Iran selbst, schränkte jedoch ein, dass mögliche Probleme weniger bei den Spielern als bei Begleitpersonen zu sehen seien.
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Aktuell gilt zwischen den beiden Staaten zwar eine Waffenruhe, die Gespräche über eine dauerhafte Lösung des Konflikts sind jedoch ins Stocken geraten. Auch abseits des Spielfelds zeigen sich die Spannungen: Der iranische Fußball-Verband war beim Kongress in Vancouver nicht vertreten. Verbandspräsident Mehdi Tadsch wurde Medienberichten zufolge bei der Einreise nach Kanada abgewiesen. Bereits bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington fehlte eine iranische Delegation.
Infantino: Ein Ausschluss des Irans steht nicht zur Debatte
Sportlich ist die Lage klar: Der Iran tritt bei der WM in Gruppe G gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland an. Die vorgesehenen Spielorte liegen im Raum Los Angeles sowie in Seattle. Zwischenzeitlich hatte der Verband geprüft, ob die Partien alternativ im Co-Gastgeberland Mexiko ausgetragen werden könnten.
Für Infantino ist jedoch klar: Ein Ausschluss steht nicht zur Debatte. "Es gibt genug Probleme und genug Menschen, die entzweien", sagte er mit Blick auf die Weltlage. Der Fußball habe dagegen "Kraft" und "Magie". Seine Botschaft: "Gemeinsam sind wir unschlagbar."
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