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Interview mit Ex-Teamkollege Tayfun Korkut zu Xabi Alonso

Kann Alonso Bayern oder Liverpool? "Ich traue ihm alles zu!"

Xabi Alonso (l.) und Tayfun Korkut (r.) spielten einst gemeinsam für Real Sociedad San Sebastian.
Image: Xabi Alonso (l.) und Tayfun Korkut (r.) spielten einst gemeinsam für Real Sociedad San Sebastian.  © DPA pa

Topklubs wie der FC Bayern oder der FC Liverpool wollen Leverkusens Erfolgstrainer Xabi Alonso gerne verpflichten. Sein Trainerkollege Tayfun Korkut spielte einst mit dem Spanier zusammen. Im exklusiven Interview mit skysport.de spricht er über den jungen Alonso und dessen aktuelle Entwicklung.

Skysport.de: Herr Korkut, aktuell ist Xabi Alonso in Fußball-Deutschland Thema Nummer eins. Sie haben mit ihm in San Sebastian zweieinhalb Jahre zusammengespielt, als er seine Weltkarriere startete. Wie haben Sie ihn damals wahrgenommen?

Tayfun Korkut: Xabi kam seinerzeit zur Rückrunde, nachdem er zuvor noch sechs Monate an Eibar ausgeliehen war. Er hat sich relativ zügig seinen Stammplatz in der Mannschaft erkämpft und wurde auch direkt Rookie des Jahres. Er hat sich einfach sehr schnell an das Tempo und die ganzen Gegebenheiten der Liga angepasst.

Xabi Alonso (l.) und Tayfun Korkut (r.) bejubeln einen Korkut-Treffer für Real Sociedad San Sebastian. (Quelle: Tayfun Korkut)
Image: Xabi Alonso (l.) und Tayfun Korkut (r.) bejubeln einen Korkut-Treffer für Real Sociedad San Sebastian. (Quelle: Tayfun Korkut)

War er damals schon ein Spieler, der voranging?

Korkut: Er war damals noch ein sehr junger Spieler, aber vor allem von der Art, Fußball zu spielen, hatte man das Gefühl, dass er weiter ist als andere in seinem Alter. Er war ein Organisator, aber ein Organisator mit Ball. Er war nicht laut, aber sein Stil war wirklich schon sehr erwachsen. Er hatte auch eine Ausstrahlung auf dem Platz, die sich über die Jahre natürlich noch entwickelt hat.

Er war damals noch ein sehr junger Spieler, aber vor allem von der Art, Fußball zu spielen, hatte man das Gefühl, dass er weiter ist als andere in seinem Alter.
Tayfun Korkut über den jungen Xabi Alonso

Konnte man damals schon erkennen, dass er ein guter Trainer werden würde?

Korkut: Ich kann sagen, dass er bereits damals bei Real Sociedad seine ersten Trainerscheine gemacht hat. Es geht hier nicht um den Fußball-Lehrer, sondern um die ersten Schritte. Der Verein war in dieser Beziehung sehr aktiv und hat das den Spielern angeboten. Er hat dies als junger Spieler dann auch wahrgenommen.

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Das scheint gefruchtet zu haben, denn aktuell ist er einer der begehrtesten Trainer Europas, obwohl er noch nicht lange Trainer ist. Sind Sie überrascht, wie rasant seine Entwicklung verläuft?

Korkut: Nein, bin ich nicht.

Warum nicht?

Korkut: Er hat sich sehr gut vorbereitet. Er verfolgt mit seinen Trainerstationen einen klaren Plan und gibt sich auch die nötige Zeit. Vor allem bei San Sebastian, wo er die zweite Mannschaft trainiert hat. Das gepaart mit seiner eigenen großen Erfahrung als Spieler und seiner Ausstrahlung ergibt dann schon eine enorme Kompetenz.

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Haben Sie noch Kontakt?

Korkut: Wann immer wir uns sehen, ist es sehr herzlich, denn wir haben als Spieler auch vieles zusammen erlebt.

Sie waren in Ihrer Trainerlaufbahn auch mal in Leverkusen. Hat er Sie vor seinem Engagement um Rat gefragt?

Korkut: Nein, hat er nicht.

Xabi Alonso ist aktuell sehr begehrt auf dem Markt. Was würden Sie im raten?

Korkut: Er hat genug Erfahrung und braucht keinen Rat von mir.

Trauen Sie ihm den FC Bayern oder den FC Liverpool denn zu?

Korkut: "Ich traue ihm alles zu!"

Ich traue ihm alles zu!
Tayfun Korkut auf die Frage, ob er Alonso die Bayern zutraut

Kommen wir abschließend noch zu Ihnen, Herr Korkut. Wie geht es Ihnen und wann sehen wir Sie wieder auf der Trainerbank?

Korkut: Mir geht es gut und ich gehe davon aus, dass ich zur neuen Saison wieder als Trainer arbeiten werde.

Wollen Sie in Deutschland bleiben oder kann es auch das Ausland sein?

Korkut: Ich würde nichts ausschließen. Ich war als Spieler schon flexibel und habe in drei Ländern (Deutschland, Türkei, Spanien, Anm. d. Red.) gespielt. Genauso gehe ich die Sache jetzt auch als Trainer an.

Mehr zum Autor Robert Gherda

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