Karibik stellt sich hinter Infantino: FIFA-Präsident gewinnt weitere wichtige Unterstützer
Gianni Infantino hat vor der FIFA-Präsidentschaftswahl 2027 wichtige Unterstützung aus der Karibik erhalten. Die 25 Mitgliedsverbände der Caribbean Football Union (CFU) sprachen sich geschlossen für eine Wiederwahl des FIFA-Präsidenten aus.
06.11.2026 | 21:49 Uhr
Die Unterstützung der CFU stärkt Infantinos Position erheblich. Zugleich bekommt der FIFA-Präsident mit dem Japaner Kozo Tashima erstmals einen offiziellen Gegenkandidaten.
Der Rückhalt für FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst weiter. Die Caribbean Football Union (CFU) teilte am Freitag mit, dass ihre 25 FIFA-Mitgliedsverbände den Schweizer bei der Präsidentschaftswahl im März 2027 unterstützen werden.
Die Entscheidung ist bemerkenswert, weil sich die CFU damit gegen die Linie ihres Kontinentalverbandes CONCACAF stellt. Die nord- und mittelamerikanische Konföderation zählt gemeinsam mit der UEFA seit längerer Zeit zu den kritischsten Verbänden gegenüber Infantino.
FIFA-Boss gab CFU offenbar Versprechen ab
Die CFU würdige "die Entwicklungsinitiativen" der FIFA, hieß es in einem Statement: "Für die CFU-Mitgliedsverbände, von denen viele weiterhin mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen arbeiten, haben diese Programme dazu beigetragen, die Entwicklung des Fußballs zu stärken und Möglichkeiten in der gesamten Region zu schaffen." Man sei sich bewusst, dass der nächste Zyklus den Mitgliedsverbänden "nachhaltige Vorteile" bringen werde, schrieb die CFU mit Blick auf Infantinos Versprechen.
Der FIFA-Boss hatte zuletzt eine weitere deutliche Erhöhung der Fördermittel in Aussicht gestellt. Der FIFA-Präsident war in den vergangenen Monaten mehrfach in der Karibik unterwegs, um für Unterstützung zu werben. Bereits zuvor deutete sich an, dass weder UEFA noch CONCACAF geschlossen gegen den Amtsinhaber auftreten können.
Weitere Unterstützung für Infantino
Auch aus anderen Weltregionen erhält Infantino starken Rückhalt. Afrika und Südamerika unterstützen den FIFA-Präsidenten traditionell.Auch die asiatische Konföderation AFC legte zuletzt eine Kehrtwende hinter und sprach sich für Infantino aus. Aus der AFC kommt nun allerdings der erste echte Herausforderer für Infantino: Der Japaner Kozo Tashima, Mitglied im FIFA-Council, kündigte am Donnerstag seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl an.
Parallel arbeitet auch die UEFA an einer Gegenkandidatur. Bei einem Treffen der europäischen Verbandsbosse in Berlin Mitte Oktober wurden Kriterien für einen mehrheitsfähigen Kandidaten festgelegt. Ein Name wurde bislang allerdings nicht präsentiert. Die Nominierungsfrist endet am 18. November.
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