Köln hadert nach Pleite gegen BVB mit VAR, Kessler stützt Kwasniok

In Unterzahl alles gegeben, aber Pech in der Nachspielzeit, weil ein klares Handspiel nicht geahndet wurde. Am Ende steht die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok wieder ohne Punkte da und steckt immer tiefer im Abstiegskampf.

Beim 1. FC Köln richtete sich die Wut über die 1:2 (0:1)-Niederlage gegen Dortmund gegen den Schiedsrichter und den VAR. Kwasniok bekommt Rückendeckung von Sportchef Thomas Kessler.

Dass Daniel Siebert in der Nachspielzeit keinen Handspiel-Elfmeter für die Gastgeber pfiff und auch der VAR nicht einschritt, obwohl der Dortmunder Yan Couto im eigenen Strafraum den Ball nach einer Flanke mit ausgestrecktem Arm berührt hatte, ließ die Kölner fassungslos zurück.

"Ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat", sagte Kölns Sportchef Thomas Kessler bei Sky Sport.

Nach einer hohen Flanke flog der Ball in den Dortmunder Strafraum, Couto berührte die Kugel mit der Hand, wodurch Kölns Linton Maina den Ball nicht kontrollieren konnte.

"Das ist eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Ball am Fuß hat und frei vor dem Tor steht", meinte Kessler, "dass da von außen keiner eingreift, ich will ehrlicherweise auch keine Erklärung dafür hören. Das ist eine klare Vereitelung einer Torchance. Das man das nicht sieht, dafür habe ich absolut kein Verständnis."

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Lukas Kwasniok, Marvin Schwäbe und Thomas Kessler zur Schiedsrichter-Entscheidung.

Guirassy trifft, Köln nach Platzverweis in Unterzahl

Köln hatte die Anfangsphase dominiert, doch nach dem 0:1 durch Serhou Guirassy (16.) und dem Platzverweis für FC-Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey (45.+2) lief alles gegen die Gastgeber. Maximilian Beier erhöhte (60.), Jakub Kaminski verkürzte (88.), in der turbulenten Nachspielzeit ließ der nicht gegebene Strafstoß die Kölner verzweifeln.

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Brutales Foul gegen BVB-Star: Das tut schon beim Hinschauen weh

"Das Foulspiel von Jahmai war sicherlich keine Absicht, aber eine Rote Karte. Das war spielentscheidend für uns. Es wäre aber auch spielentscheidend gewesen, wenn du in der 96. Minute einen Elfmeter bekommst, nur der ist uns leider verwehrt geblieben", meinte Kessler.

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FC-Trainer Kwasniok beklagt die VAR-Thematik

"Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter nicht rausgerufen wird", sagte Lukas Kwasniok. Der FC-Trainer wollte sich nicht den Mund verbrennen, "trotzdem hinterfrage ich die gesamte VAR-Thematik, sie macht den Fußball nicht gerechter", meinte Kwasniok.

Der Kölner Coach bekam Unterstützung von seinem Dortmunder Gegenüber. "Wenn es bei uns passiert wäre, hätte ich mich genauso aufgeregt wie Lukas", gab Niko Kovac zu, und BVB-Boss Lars Ricken konnte "die Reaktion verstehen", nach "so einer Szene, die woanders gepfiffen wurde. Man hätte durchaus pfeifen können."

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Köln zum wiederholten Mal im Pech

Durch die erneute unglückliche Niederlage, beim 1:2 gegen Leipzig war den Kölnern durch einen VAR-Eingriff in der Schlussphase ein Punkt verwehrt geblieben, stecken Kwasniok und seine Mannschaft immer tiefer im Abstiegskampf.

"Heute wäre mit ein bisschen Fingerspitzengefühl von Leuten, die Einfluss nehmen können auf das Spiel, vielleicht sogar zum Schluss noch ein Punkt möglich gewesen", sagte Lothar Matthäus und machte dem FC mit Blick auf die kommenden Spiele gegen direkte Konkurrenten Mut.

Matthäus macht Geißböcken Mut

"So häufig hebe ich Köln nicht viel schlechter gesehen als die Mannschaften, gegen die sie verloren haben", sagte Matthäus, "wenn die Chancenverwertung ein bisschen besser wird und das Quäntchen Glück dazukommt, dass eben der Kölner Keller einschreitet, dann hättest du den einen oder anderen Punkt mehr", meinte Matthäus.

Die Spiele beim HSV am kommenden Samstag (ab 17:30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport) und eine Woche später das Derby gegen Mönchengladbach seien "sogenannte Endspiele", so der Rekordnationalspieler.

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Kessler stärkt Kwasniok den Rücken

Kwasniok muss trotz der für alle Kölner zutiefst frustrierenden Niederlage gegen den BVB nicht um seinen Job fürchten. "Für mich in der täglichen Arbeit geht es darum, das zu bewerten, was wir sehen. Ich glaube, dass heute viele Leute enttäuscht, aber stolz nach Hause gehen", betonte Kessler.

Die Mannschaft habe in Unterzahl aufopferungsvoll gekämpft. "Darauf wird es die nächsten Wochen ankommen. Jetzt werden die Spiele kommen gegen Mannschaften, die mit uns auf Augenhöhe sind, und da müssen wir diese Leistung zeigen um drei Punkte einzufahren", ergänzte der ehemalige Torhüter:

"Wir brauchen unbedingt noch Punkte, um unser Saisonziel zu erreichen, aber da sind wir auch nach dem Spiel immer noch im Soll."

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