Kommentar zum Klopp-Debüt mit dem DFB-Team gegen die Niederlande
1:1 zwischen den Niederlanden und Deutschland in Amsterdam: Jürgen Klopp erlebt eine Bundestrainer-Premiere mit Licht und Schatten.
25.09.2026 | 08:29 Uhr
Die wichtigste Erkenntnis: Die Einstellung passt und macht Lust auf mehr - genauso wie zwei Debütanten. Ein Kommentar.
Es war ein wilder Schlagabtausch in der Johan-Cruyff-Arena - mit einem unter dem Strich verdienten und leistungsgerechten Remis zum Start in die Ära Jürgen Klopp.
Schon vor dem Anpfiff war zu erwarten, dass die Aufgabe beim Erzrivalen schwierig werden könnte. Die Niederlande waren wie das DFB-Team ebenfalls im Sechzehntelfinale der WM rausgeflogen - allerdings nicht gegen Paraguay, sondern gegen Marokko, den aktuell Sechsten der FIFA-Weltrangliste.
DFB-Team hat nötiges Spielglück
Das Team des neuen Bondscoachs Xavi Hernandez war physisch und spielerisch auf einem sehr ordentlichen Level unterwegs.
Klopps Elf hatte schon in Hälfte eins das nötige Spielglück auf ihrer Seite: erst beim aberkannten Eckentor von Virgil van Dijk, das nicht jeder Schiedsrichter zurückgepfiffen hätte - dann bei dem einen oder anderen schlecht herausgespielten Ball von Marc-Andre ter Stegen.
Hätte Karim Adeyemi das leere Tor getroffen und vor der Pause auf 2:0 gestellt, wäre Oranje womöglich nicht mehr zurückgekommen. Doch so läuft's im Fußball: Fehler oder Versäumnisse werden irgendwann bestraft. Vor allem nach der niederländischen Druckphase in Hälfte zwei.
Gibt noch viel zu tun für Klopp
Es gibt viel zu tun. Klopp kann keine Wunderdinge vollbringen, schon gar nicht mit nur zwei richtigen Trainingseinheiten.
Was ihm gelungen ist, und das haben die ersten Tage und auch das Spiel gegen die Niederlande in mehreren Phasen gezeigt: Er hat Energie in die Mannschaft gebracht. Es waren gute Ansätze zu sehen - vor allem von Debütanten wie Philipp Treu, der hinten rechts für frischen Wind sorgte, und von Younes Ebnoutalib, der nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Kai Havertz ein belebendes Element im deutschen Spiel war.
Es war kein schönes, kein glattes Spiel der Deutschen - aber ein lebendiges. Mit einem Hauch vom Klopp'schen Heavy-Metal-Fußball. Die Einstellung stimmt schonmal. Und das ist nach dem zurückliegenden Sommer ein Erfolg.
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