Kovac, Hamann und Siebert nach BVB-Spiel gegen Hoffenheim

Borussia Dortmund hat sich auch bei der TSG Hoffenheim geschlagen geben müssen. Für den BVB war es bereits die zweite Niederlage in Folge.

Beide Gegentreffer beim 1:2 im Kraichgau entstanden nach einem Handelfmeter. Niko Kovac, Sky Sport Experte Didi Hamann und Schiedsrichter Daniel Siebert äußerten sich nach Schlusspfiff zu den strittigen Situationen.

"Wenn ein Körper fällt, gibt es die Gravitationskraft. Dann muss letzten Endes auch die Hand runter. Aber okay. Er hat ihn gepfiffen. Das haben Leute festgelegt, die wahrscheinlich den Fußball nur aus dem Fernsehen kennen", haderte Kovac bei Sky Sport angesprochen auf den ersten Elfmeter, bei dem sich Niklas Süle offenbar schwer am Knie verletzt hatte.

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Dortmunds Niklas Süle verletzt sich in der 42. Minute und verschuldet dabei einen Handelfmeter.

Der Dortmunder war ohne Fremdeinwirkung gegen Ende der ersten Halbzeit ausgerutscht und musste anschließend vom Platz. Zu allem Überfluss spielte der frühere Nationalspieler in dieser Szene beim Sturz den Ball mit der Hand.

Kovac: "Ich nehme es hin. Wirklich. Es ist ein Elfmeter. Wenn wir ihn bekommen hätten, hätte ich mich auch gefreut. Aber, ich glaube, in Zukunft sollte man sich überlegen, ob solche Situationen Elfmeter sind oder eben nicht."

"Können nicht für jedes Handspiel eine Regel haben"

Hamann wurde dabei noch deutlicher: "Wir können nicht für jedes Handspiel oder jedes Vergehen eine Regel haben. Die Schiedsrichter müssen wieder gesunden Menschenverstand walten lassen. Für so etwas kann ich doch keinen Elfmeter pfeifen."

Sieberts Erklärung lautete: "Mittlerweile bei der Bewertung von Handspiel sollten wir alle in Deutschland soweit sein, dass die reine Handposition bei dem Torschuss als strafbar zu werten ist. Er liegt oben und führt seine Hand nach oben in die Schussbahn des Balles."

Und weiter: "Das ist eigentlich ein starkes Argument für einen Elfmeter, weil die Hand in die Schussbahn des Balles geht. Nur die Hand hält den Torschuss auf - also ein Handspiel mit hoher Wirkung. Dementsprechend für mich schlussendlich ein strafbares Handspiel."

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Beim zweiten Elfmeter tief in der Nachspielzeit stand Julian Ryerson im Fokus. Der Norweger hatte eine Flanke von Alexander Prass leicht mit der Hand abgelenkt. Wieder wurde Siebert vom VAR zum Bildschirm geschickt. Und wieder zeigte der 41-Jährige auf den Punkt.

"So etwas ist doch nicht im Sinne des Sports. Ich hätte beide Elfmeter nicht gepfiffen", so Hamann.

Stille im Sky Sport Studio

"Ich fand den ersten klarer, weil es ein Torschuss ist, beim zweiten war es nur eine Flanke. Für mich war es auf dem Feld schwer wahrnehmbar, ich habe den Fokus schon in die Mitte, da wo ich den Ball erwarte. Ryerson hat Fokus auf den Ball. Er sieht, wo der Ball herkommt. Die Handposition, die nicht eng am Körper ist, sondern vom Körper abgewinkelt, ist auf Schulterhöhe. Das macht die Sache auch unterm Strich strafbar", erläuterte Siebert.

Anschließend ging es zurück ins Sky Sport Studio zu Moderator Michael Leopold und Hamann. Für eine kurze Zeit herrschte Stille. Hamanns Blick verriet dabei aber schon alles. "Bitte keine Frage mehr", sagte der ehemalige Profi des FC Liverpool in Leopolds Richtung.

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