Lothar Matthäus kritisiert Sane-Nominierung für den WM-Kader

Die DFB-Legende hätte ein Bundesliga-Talent bevorzugt.

Leroy Sane wird von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die WM 2026 nominiert.
Image: Leroy Sane wird von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die WM 2026 nominiert.  © Imago

Große Diskussion um den WM-Kader: Lothar Matthäus übt deutliche Kritik an Leroy Sanes Nominierung durch Bundestrainer Julian Nagelsmann. Statt des Offensivstars hätte die DFB-Ikone lieber ein formstarkes Bundesliga-Talent im Team gesehen.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat mit deutlichem Unverständnis auf die WM-Nominierung von Leroy Sane reagiert. Der Weltmeister von 1990 stellte die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann offen infrage und kritisierte insbesondere die sportliche Grundlage der Berufung.

"Sane performt nicht so, dass er diese Einladung verdient hat", sagte Matthäus in einem Interview bei RTL/ntv. Zwar betonte der 65-Jährige, dass er grundsätzlich ein Fan des Offensivspielers von Galatasaray Istanbul sei, doch die gezeigten Leistungen im vergangenen Jahr hätten nicht überzeugt. "Er hat über das ganze Jahr hinweg nicht so performt, wie ich es mir vorgestellt habe", so Matthäus weiter.

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Auf der Pressekonferenz spricht Julian Nagelsmann über die Nominierung von Leroy Sane. Er geht dabei auf dessen Stellenwert in der Mannschaft ein und erklärt, warum er sich für dessen Nominierung entschieden hat.

Matthäus hätte El Mala nominiert

Besonders verwundert zeigt sich die DFB-Legende über die von Nagelsmann kommunizierten Auswahlkriterien. Wenn tatsächlich aktuelle Form und Einsatzzeiten maßgeblich seien, sei die Entscheidung für Sane "eine Überraschung".

Stattdessen brachte Matthäus einen anderen Namen ins Spiel: Bundesliga-Jungstar Saïd El Mala vom 1. FC Köln hätte aus seiner Sicht den Vorzug verdient. Der 19-Jährige habe in seiner ersten Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und wichtige Offensivimpulse geliefert.

"Er hat viele Tore und Assists gemacht. So etwas brauchen wir bei einer WM", erklärte Matthäus. Vor allem Schnelligkeit, Durchsetzungsvermögen und Körpersprache sprächen für den Youngster. "El Malas Leistung war auf das ganze Jahr gesehen wesentlich besser als die von Sané."

Matthäus bleibt optimistisch

Trotz der Kritik blickt Matthäus jedoch grundsätzlich optimistisch auf die WM-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli). Der früheren DFB-Kapitän traut der Nationalmannschaft den ganz großen Wurf zu.

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"Wir können Weltmeister werden", sagte Matthäus und richtete einen klaren Appell an das Team: Entscheidend seien Zusammenhalt, Leidenschaft und Geschlossenheit. "Es gilt, eine Mannschaft zu finden, die für ihr Land alles gibt."

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