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Mainz 05 wütet nach VAR-Eingriff gegen FC Bayern: Aberkanntes Lee-Tor sorgt für große Diskussionen

Mainz 05 verlor gegen den FC Bayern München mit 1:2, doch die größte Aufregung verursachte eine VAR-Entscheidung vor der Pause. Ein Treffer von Jae-Sung Lee zum vermeintlichen 1:1 wurde nach mehr als vier Minuten Überprüfung wegen Abseits zurückgenommen.

Mainz-Kapitän Silvan Widmer (l.) will mit Schiedsrichter Robert Schröder sprechen.
Image: Mainz-Kapitän Silvan Widmer (l.) will mit Schiedsrichter Robert Schröder sprechen.  © DPA pa

Mainz 05 fühlte sich durch den späten VAR-Eingriff benachteiligt. Spieler und Verantwortliche reagierten nach dem Spiel mit deutlichem Unverständnis auf die Entscheidung.

Die umstrittenste Szene des Bundesliga-Duells zwischen Mainz 05 und dem FC Bayern München (1:2) ereignete sich kurz vor der Halbzeitpause. Nach einem Freistoß von Nadiem Amiri köpfte Jae-Sung Lee den vermeintlichen Ausgleich zum 1:1. Schiedsrichter Robert Schröder zeigte zunächst auf den Mittelpunkt und erkannte den Treffer an.

Bereits beide Mannschaften hatten sich für den Wiederanstoß positioniert, ehe der Video-Assistent doch noch eingriff. Nach einer mehr als vierminütigen Überprüfung wurde das Tor zurückgenommen. Die TV-Bilder zeigten, dass Lee beim Freistoß knapp im Abseits gestanden hatte.

Entscheidend war dabei die Bewertung der Ballberührungen von Bayern-Keeper Manuel Neuer und Innenverteidiger Jonathan Tah. Nach Ansicht der Schiedsrichter handelte es sich nicht um kontrollierte Aktionen, sodass Lees ursprüngliche Abseitsstellung bestehen blieb.

Amiri kritisiert Auslegung der Regel

Die Entscheidung sorgte bei den Rheinhessen für erheblichen Frust. Amiri kritisierte die Auslegung der Regel deutlich und erklärte am Sky Sport Mikrofon, dass für ihn eine solch minimale Abseitsstellung kaum nachvollziehbar sei: "Ich habe im ersten Moment gar nicht gecheckt, warum. Vor allem hatte der Schiri schon gepfiffen und wieder auf den Punkt gezeigt. Aber er meinte dann, dass Lee im Abseits war. Aber das ist für mich kein Abseits. Da müssen sie irgendeinen Weg finden, wo man sagt, vielleicht darf man einen halben Meter im Abseits stehen, weil das ist doch kein Abseits."

Auch Philipp Tietz zeigte sich bei Sky Sport irritiert. Der Stürmer sprach von einer "kuriosen Szene", nachdem der Treffer zunächst gegeben und anschließend aber aberkannt worden war.

Alle Stimmen zum Spiel:

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Sky Sport präsentiert alle Stimmen zum 1:2 zwischen FSV Mainz 05 und Bayern München.

Mainz spricht von einem "Skandal"

Besonders emotional reagierte Fabio Gruber: "Ich habe keine Ahnung, warum der Schiri das abgepfiffen hat", sagte der Mainzer Verteidiger: "Für mich ist es ein klares 1:1. Dann gehst du mit einem guten Gefühl in die Pause. Da überwiegt ein bisschen der Ärger. [...] Der Schiedsrichter hat uns nichts erklärt. Wenn dann mit Sille (Silvan Widmer, Anm. d. Red.). Es war wohl irgendwas mit Abseits. Aber er hatte das Tor ja schon gegeben. Deshalb ist es für mich ein Skandal. Aber gut, Bayern München wahrscheinlich. Ich weiß nicht, ob das für Mainz 05 so entschieden worden wäre."

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Für großen Ärger sorgte im Allgemeinen auch die lange Dauer der Überprüfung. Das Social-Media-Team der Mainzer kommentierte die Situation auf X mit Hohn und Spott.

Sportlich geriet die Szene zum möglichen Wendepunkt der Partie. Statt mit einem 1:1 in die Pause zu gehen, lag Mainz weiterhin 0:1 zurück. Joshua Kimmich hatte die Bayern zuvor mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung gebracht. Nach der Pause erhöhte Lennart Karl auf 2:0, ehe Philipp Tietz in der Nachspielzeit nur noch der Anschlusstreffer gelang.

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