Minderjähriger Migrant versteckt sich in Team-Bus von Real Valladolid und gelangt von Ceuta nach Spanien
Ein minderjähriger Migrant hat sich nach einem Zweitliga-Spiel von Real Valladolid im Mannschaftsbus versteckt und so die Überfahrt von Ceuta auf das spanische Festland geschafft. Der Jugendliche wurde erst Stunden später entdeckt.
21.09.2026 | 16:48 Uhr
Die ungewöhnliche Flucht begann nach dem Spiel zwischen AD Ceuta und Real Valladolid. Erst auf dem Weg Richtung Valladolid bemerkten Spieler und Betreuer Hilferufe aus dem Bus.
Einem minderjährigen Migranten ist eine spektakuläre Flucht aus Ceuta auf das spanische Festland gelungen - dank eines Verstecks im Teambus des Zweitligisten Real Valladolid. Der Jugendliche versteckte sich nach der Partie zwischen AD Ceuta und Valladolid (1:1) am Sonntag im Bereich der Fahrzeugunterseite und überquerte so mit dem Bus auf der Fähre nach Algeciras die Straße von Gibraltar.
Nach der Ankunft auf dem Festland fuhr der Bus weiter Richtung Valladolid, ehe Spieler und Mitarbeiter des Vereins Geräusche und Hilferufe wahrnahmen. Bei Jerez de la Frontera wurde der Bus angehalten und der Jugendliche entdeckt.
Minderjähriger ins Krankenhaus gebracht
Der Minderjährige war nach übereinstimmenden Berichten bei Bewusstsein, wurde aber ins Krankenhaus gebracht. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen zu Fuß oder schwimmend aus Marokko nach Ceuta gelangt. Nach spanischen Angaben gab es bei dem Andrang Dutzende Tote. Die meisten Migranten kehrten kurz danach zurück oder wurden zurückgebracht, Tausende Migranten harren aber weiterhin in Ceuta aus.
Viele von ihnen leben seit Wochen unter prekären Bedingungen in Zelten oder selbst errichteten Behelfsunterkünften an den Stränden von Ceuta.
Die spanische Regierung hat ein Lager mit großen Zelten am Hafen von Ceuta errichtet. Damit gibt es inzwischen in Flüchtlingsunterkünften in Ceuta Platz für 6000 Menschen. Allerdings schätzt die Regionalregierung, dass sich noch rund 13.000 Migranten in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave aufhalten.
SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
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