Nach Mittelfinger-Eklat: Das droht Dele Alli
FIFA eröffnet Disziplinarverfahren
08.09.2017 | 15:03 Uhr
Englands Nationalspieler Dele Alli droht nach seiner Mittelfinger-Geste Ärger. Die FIFA hat eine Disziplinarverfahren gegen den 21-Jährigen eröffnet.
Es sollte ein Scherz sein, doch nun könnte Dele Alli seine Mittelfinger-Geste aus dem Spiel gegen die Slowakei teuer zu stehen kommen. Wie der Weltverband FIFA mitteilte, wurde ein Disziplinarverfahren gegen den Offensivstar von Tottenham Hotspur eröffnet. Alli hatte im WM-Qualifikationsspiel am Montag zwischen England und der Slowakei in der 77. Minute den Mittelfinger gezeigt.
Nach dem Spiel erklärte der 21-Jährige seine Geste auf Twitter: "Um das klarzustellen: Die Geste war ein Witz zwischen mir und meinem guten Freund Kyle Walker", erklärte der Mittelfeldspieler als Witzelei mit seinem Kumpel von Manchester City.
Southgate und Vardy nehmen Alli in Schütz
Auch Teammanager Gareth Southgate nahm seinen Spieler schon unmittelbar nach Abpfiff in Schutz. "Dele und Kyle Walker blödelten herum, und Dele machte diese Bewegung in Richtung von Kyle", beschwichtigte Southgate nach Rücksprache mit Alli: "Sie haben eine merkwürdige Art zu kommunizieren."
Auch Leicester-Stürmer Jamie Vardy verteidigte seinen Nationalmannschaftskollegen: "Wenn er dafür gerügt wird, dann können wir genauso gut Emotionen und Freude verbieten."
Nicht die erste Unbeherrschtheit
Alli fällt nicht das erste Mal auf, musste bereits in der Vergangenheit einige Strafen absitzen. So verpasste er den Titelkampf der Spurs zum Ende der Saison 2015/16, weil er Claudio Yacob von West Bromwich Albion in den Magen geschlagen hatte. Im Februar wurde Alli vom Platz gestellt, weil er Gents Brecht Dejaegere während einer Europa-League-Partie gefährlich gefoult hatte.
Das UEFA-Reglement sieht vor, dass Spieler für beleidigende Gesten mit einer Sperre von drei Spielen belegt werden können. Sollte eine entsprechende Strafe ausgesprochen werden, könnte Alli das erste Spiel der Engländer bei der WM 2018 in Russland verpassen.