Obi Mikel warnt Profis vor Wechsel nach China
Ex-Chelsea-Star äußert sich kritisch
10.03.2019 | 12:29 Uhr
Die Super League lockt zahlreiche europäische Top-Spieler mit hohen Gehältern nach China. John Obi Mikel nennt nun Gründe, warum Profis nicht dem Ruf des Geldes folgen sollen.
Die Liste ist lang und gespickt mit prominenten Namen: Carlos Tevez, Marouane Fellaini und Oscar. Auch Sandro Wagner wechselte nach China. Sie alle brachen ihre Zelte bei Top-Klubs wie Bayern München, Chelsea oder Juve ab, um in den fernen Osten zu gehen.
Ex-Chesea-Star John Obi Mikel war einer von ihnen. Er wechselte 2017 vom FC Chelsea zum chinesischen Erstligisten Tianjin Teda und verdiente dabei 164.000 Euro pro Woche. Er spielte zwei Jahre in China, eher er 2018 zurück nach England zum FC Middlesbrough ging.
Obi Mikel hat klare Meinung über China
Nun spricht er beim Telegraph ganz offen über seine Zeit in der chinesischen Super League und lässt kein gutes Haar an den Bedingungen dort: "Ich würde niemandem unter 30 raten dorthin zu gehen. Sie werden es bereuen, wenn sie es tun", so der Nigerianer wörtlich.
Seiner Meinung nach sollten vor allem junge Spieler nicht des Geldes wegen in die Versuchung geraten, nach China zu wechseln und sich vorab besser über den chinesischen Klub informieren. Das sportliche Niveau dort würde er nicht einmal auf die selbe Ebene wie die zweite englische Liga stellen. Zudem gäbe es deutliche Mängel in der Infrastruktur.
China wirkt nur auf ersten Blick verlockend
Man sollte warten bis man das Ende seiner Karriere erreicht ehe man sein kulturelles Abenteuer in China sucht, sagt Mikel. Das Geld allein sei es nicht wert - eine Abwechslung biete China aber allemal.
Der Mittelfeldspieler ist nicht der einzige, der es nicht lange in China aushielt. Sowohl Carlos Tevez als auch BVB-Spieler Axel Witsel blieben nur für ein Jahr.